Pfarrfamilienabend in Rieden

Mit dem „Weyarner Menuett“ eröffnete das Holzregister der Blaskapelle St. Georg unter Leitung von Miroslaw Zgrzendek den Pfarrfamilienabend. im Pfarrheim „St. Josef“.Pfarrer Gottfried Schubach freute sich über den bis auf den letzten Platz besetzten Saal und leitete über auf einen wichtigen Bereich der Pfarrei – die Finanzen. Kirchenpfleger Andreas Reindl zeigte, detailliert in Einnahmen und Ausgaben, die von der Kirchenverwaltung bereits geprüfte und genehmigte Kirchenrechnung der Pfarrkirchenstiftung für das Kalenderjahr 2015 auf. Das Jahresergebnis sei bei einem Gesamtüberschuss von 64236 Euro mehr als erfreulich, so Reindl, und aufgrund höherer Grundstock-Ausschüttung (Sonderpauschale) durch die Diözese und dem Ablauf von Wertpapieren entstanden.

Er betonte jedoch „Das wird in den nächsten Jahren nicht so nicht weitergehen“. Ein gutes finanzielles Polster sei vonnöten, da notwendig werdende bauliche Investitionen und unvorhergesehene Reparaturen schnell ins Geld gehen könnten. Die Einnahmen werden mittelfristig abnehmen, so Reindl, „und wir tun gut daran, das Kapital sorgfältig zu verwalten“. Sein Lob und auch Dank gelte Pfarrer Gottfried Schubach für dessen sorgfältigen Umgang mit den Finanzmitteln. Nun hätten die zahlreichen Besucher viele Zahlen gehört, so Pfarrer Schubach, „die Kirche aber besteht nicht aus Geld sondern aus den Gläubigen mit ihren Gebeten“.

Es sei ihm eine große Freude mitteilen zu können, dass mit Maria Huger aus Siegenhofen einem Mitglied der Pfarrgemeinde durch Bischof Rudolf Voderholzer die „Missio Canonica,“ die kirchliche Lehrerlaubnis, erteilt worden sei. Auch freue er sich, dass das Pfarrfest dank vieler freiwilliger Helfer wieder ein Erfolg wurde und ein Erlös erzielt wurde, „den wir heute als Spenden weitergeben können.“ Sein Dank gelte allen freiwilligen Helfern, dem Pfarrgemeinderat, der KAB aber auch dem Büchereiteam um Irene Meier.

Deutschland sei in einer Umbruchsituation, so Pfarrer Schubach, was die Stellung der Kirche betreffe, „… das ist bedrückend und oft entmutigend“. Das Getauftsein müsse ernster genommen und als Auftrag genommen werden. Es gelte neue Antworten zu finden – Umbruch müsse einen Aufbruch in den Pfarreien zur Folge haben. Für die Migranten in der Gemeinde, konnte Pfarrer Schubach berichten, habe sich ein Helferkreis gebildet. Auch das Café International, betrieben von der katholischen und evangelischen Pfarrei, solle eine Antwort sein für Menschen, die Hilfe bräuchten. Zum Neubau des Kindergartens, „wir sind mit der Planung knapp davor, das alles steht,“ sagte der Pfarrer, dass dieser einen zweigruppigen Kindergarten für 50 Kinder, und zwei Kinderkrippen für insgesamt 24 Kinder umfassen werde.

Weiter erinnerte er daran, dass 2017 die Firmung in Rieden stattfinde, 2018 das 300-jährige Bestehen der Pfarrkirche anstehe. In Kürze könne die in der Pfarrkirche aufgenommene CD „Gloria“ mit Norbert Düchtel an der Mathis-Orgel und Hans Jürgen Huber, Trompete, im Pfarrheim erworben werden.