Pfarrfest mit Tombola in Rieden

Pfarrfest mit Tombola in Rieden

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Bei hochsommerlichen Temperaturen feierten die Riedener am Sonntag ihr Pfarrfest, rund um die Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“. Nach dem von Pfarrer Gottfried Schubach zelebrierten Festgottesdienst war Frühschoppen angesagt.

Da war ein frisches Seidel Bier oder ein prickelndes Weizen nicht zu verachten, die Blaskapelle St. Georg unter Leitung von Miroslaw Zgrzendek spielte zünftig dazu auf. Die Frauen der KAB hatten Kaffee, selbstgebackene leckere Kuchen und Torten parat. Die Auswahl wurde wie seit Jahren durch den vom Stichlbeck Georg Grosser spendierten drei Meter langen Spitzweck ergänzt. So manche Küche blieb an diesem Pfarrfestsonntag kalt, delikater Surbraten wurde zum Mittagsmahl angeboten.

Am frühen Nachmittag sangen die Kleinen vom Kindergarten das Lied „Onkel Sepp hat einen Bauernhof,“ gackerten dabei wie Hühner, miauten dabei wie Katzen, muhten wie Kühe und Grunzten wie Schweine. Die Kids hatten dabei viel Spaß und das Publikum dankte mit starkem Applaus. Anschließend boten die Erzieherinnen des Kindergartens Anregungen zum Basteln an, so werden nun Bilder aus bunten Kronenkorken die Zimmer vieler Kinder schmücken. Die Hüpfburg spornte die Kleinsten zu sportlichen Wettbewerben an und beim „Ball auf Dosen werfen“ konnten sportlich ambitionierte Kids Preise gewinnen.

Auch das Geschäft der Kinder mit der Mini-Zuckerwatte – „… ein Stück 50 Cent, drei einen Euro“ – lief gut. Der kleine Drexler Michael aus Thanheim aber spielte auf seiner Steyrischen vom „Paul und seinen Gaul.“ Hatte auch das „Zuchthauslied“ und „s’ Rindviech“ in seinem Repertoire. „Die drei Üblerbuam aus Wolfsbach feilten danach kräftig auf und anschließend spielte bis die Weinfurtner Teresa auf ihrer Quetschn, sie hatte den Haas Johannes am Cajon zur Begleitung dabei. Der Schwendtner Sepp drehte seine beliebten Radis. Beim Reindl Andre gab es „an Kas mit a Semmel oder a Brezn“ und auf dem Grill bruzzelten Bratwürste und Steaks. Die Bänke auf dem Marktplatz hatten sich gefüllt, Campinggäste, Urlauber und auch Radler fanden vom Radwanderweg den Weg zum Pfarrfest. Die Gäste aber bewiesen bei einer oder mehreren frischen Halben Sitzfleisch, bis das Finalspiel der Fußball-Europameisterschaft vor das Fernsehgerät lockte.

Beim diesjährigen Quiz im Rahmen des Pfarrfestes war das Wort „Samarien“ einzutragen. . Mehrere hundert ausgefüllte Fragebogen mit dem richtigen Lösungswort gingen ein. Nach Losentscheid konnte sich Thomas Klappe aus Roding, er war zum Pfarrfest nach Rieden gekommen, als Gewinner über einen von der Raiffeisenbank gesponserten Flachbildfernseher freuen.

Den Hauptpreis der alljährlich zum Pfarrfest durchgeführten und mit 500 Preisen bestückten Tombola, eine Bierzeltgarnitur mit einem Grill und einem Faßl Bier, gestiftet von Getränkedienst Mocker, nahm Helga Rybak in Empfang, über einen 100-Euro-Gutschein von Staufer-Bau freute sich Camper Willi Angermeyer und ein halbes Schwein, gespendet von der Metzgerei Greß, nahm Anton Popp in Empfang. Ein 20-Liter-Bierfass von Getränkedienst Mocker, einen Crep-Maker, mehrere Ster Holz von Johann Haas, Gutscheine der Firma Staufer-Bau über 25 und 50 Euro, ein Gutschein über 20 Euro der Buchhandlung Rupprecht, ein Tank-Gutschein über 20 Euro gehörten zu den Hauptpreisen.

„Gut zwei Ster ofenfertiges Fichtenholz aus dem Pfarrgarten“ kamen auch noch zur Versteigerung. Altbürgermeister Gotthard Färber bekam für 100 Euro den Zuschlag,  Mit dem Erlös der Tombola, freuten sich Pfarrer Gottfried Schubach und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Josef Weinfurtner, könne die Pfarrbücherei, der Kirchenchor, die Blaskapelle „St. Georg“ und der Kinderchor „Lord’s Day“ unterstützt werden. Sein Dank, so Pfarrer Schubach, gelte allen, die Spenden für die Tombola gaben, Lose kauften, den Kuchenspenderinnen, allen die zum Pfarrfest kamen „und besonders den mehr als 30 Helferinnen und Helfern, ohne deren Mitarbeit das Fest nicht durchgeführt werden könnte.“ Abschließend merkte Pfarrer Schubach an, dass der Besitzer des Loses 341 seine Gewinne im Pfarrbüro, in der Vilshofener Straße 3, abholen könne.   

Es war neu, das  gab es beim Pfarrfest in Rieden noch nie: Vier irakische Migranten, Ahmed, Chihad, Rahid und Mustafa, die in Kreuth in einer Gemeinschaftsunterkunft wohnen, boten den Pfarrfestbesuchern die arabische Spezialität Falafel an. Um sich näher kennen zu lernen, boten sie das Essen kostenlos an – gegen eine kleine Spende hatten sie natürlich nichts einzuwenden. Sie sehen ihre Aktion aber auch als kleines Dankeschön, da sie einmal im Monat ins Integrations-Café im Riedener Pfarrheim eingeladen werden.

Und so wird Falafel zubereitet:

Zuerst Kichererbsen einweichen und durch den Fleischwolf drehen. Dann Korianderkraut, Knoblauch und Lauchzwiebeln fein gehackt dazugegeben und als Gewürze Koreander, Salz, Pfeffer. Nelken und Chili und Kreuzkümmel. Dann noch etwas Öl. Anschließend alle Zutaten noch einmal durch den Fleischwolf drehen und zu einem Teig verknetet. Nach einer Ruhezeit werden aus dem Teig etwa walnussgroße Bällchen geformt und goldbraun frittiert. Serviert wurde Falafel mit Tomatenketchup, Tomaten- und Gurkenscheiben. Dazu noch zwei dünne Fladenbrote. Fertig. Und den Gästen schmeckte es hervorragend.


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