Piraten in Bücherei zum Leben erwacht

Piraten in Bücherei zum Leben erwacht

2 Minuten Lesezeit (361 Worte)

Lag es am heißen Sommertag und der Ankündigung, dass die Temperaturen bald sinken? Anja Haberl vom Büchereiteam Bodenwöhr vermutete stark, dass die meisten Familien noch einmal das schöne Sommerwetter ausnutzen wollten um noch einige Runden im Hammersee zu drehen und im Sand zu buddeln.

Von See, Wind und Wetter handelte es sich auch bei der Geschichte, die Bürgermeister Richard Stabl in der Bücherei las, allerdings nur vor drei Kindern. Das Gemeindeoberhaupt trat im Rahmen des Ferienprogramms in Aktion. Bunt und gemütlich ist die Kinderecke eingerichtet, in der sich die Kleinen so richtig wohlfühlten. „Der kleine Drache Kokosnuss und die wilden Piraten“ des Autors Ingo Siegner hatte Stabl ausgewählt. „Endlich Ferien!“, die meisten Kinder reagieren mit diesem erleichterten Ausspruch.

Nicht anders ergeht es dem kleinen Drachen Kokosnuss und seiner Freundin Matilda. Mit einem Floss stechen sie in See, wollen zur Schildkröteninsel. Doch sollte es ganz anders kommen: Ein Piratenschiff taucht auf und der berüchtigte Piratenkapitän Jim ließ Kokosnuss und Matilda in Ketten legen. Als auf dem Schiff eine Meuterei ausbricht, wendet sich das Blatt zugunsten der Gefangenen? Denn der schlimme Jim benötigte dringend die Hilfe des kleinen Drachens. Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören. Und so empfahl Stabl den Kindern, selber nachzuforschen, wie die Geschichte wohl ausgehen mag.

Die Schulkinder können weiterlesen und vielleicht den Jüngeren gleichzeitig vorlesen. Und die Titelfigur und seine Begleiterin erleben in weiteren Bänden noch andere spannende Abenteuer. Lesefutter gibt es für die Allerkleinsten über Kinder und Jugendliche bis hin zu Lektüre für erwachsene Leseratten. Die Bodenwöhrer Bücherei wartet stets mit Neuerungen auf. Stabl ging während des Vorlesens auf die Kinder ein, die eigene Beiträge zu dem eben Gehörten lieferten. Die Bücher sind zwar ansprechend mit bunten Bildern illustriert, doch spielte das Kopfkino eine größere Rolle.

Ob es in der Geschichte einen Schatz zu bergen gibt? Stabl jedenfalls hatte für jeden seiner Zuhörer einen bunten Behälter dabei. „Darin lassen sich auch kleine Schätze verstecken“, so Stabl, der damit Freude bei den Kindern auslöste. Weil es so heiß war, gab es obendrein noch etwas zu trinken. In Ruhe sahen sich die kleinen Gäste in der Bücherei um und schmökerten in der Kinderecke in einem der bunten Bücher.


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