Polizei kontrolliert wegen Sicherheitsvorschriften rund ums Auto

Die Senkung der Unfallzahlen mit Personenschäden ist das ständige Ziel der polizeilichen Verkehrsüberwachung. Durch gezielte Kontrollen wird versucht, das Verhalten der Verkehrsteilnehmer in Bezug auf die Sicherheit zu erhöhen. Bereits zwölf getötete Menschen sind die diesjährige Bilanz bei Verkehrsunfällen im Landkreis Cham. Aus den Unfällen, insbesondere auch der letzten Jahre, ergibt sich immer wieder, dass Sicherungseinrichtungen nicht bzw. vorschriftswidrig benutzt wurden.

Auch die Benutzung des Mobiltelefons am Steuer führt zu Ablenkung und damit zu einem erheblichen Unfallrisiko. Deshalb führt die Polizeiinspektion Cham regelmäßig Verkehrskontrollen mit dem Schwerpunkt Gurt- und Handyverstöße durch. Gestern mussten in Cham in einem Zeitraum von einer Stunde durch die Kontrollbeamten 27 Fahrzeuginsassen wegen Verstoßes gegen die Gurtpflicht und acht Fahrer wegen der missbräuchlichen Benutzung des Handys beanstandet werden. Bei einer weiteren Kontrolle wurden innerhalb kürzester Zeit 20 Gurt- und sechs Handyverstöße festgestellt.

Besonders aufgefallen war eine Beifahrerin in einem Pkw, welche einen Hund auf dem Schoß transportierte. Die junge Dame war nicht angeschnallt um das Tier „behütet“ transportieren zu können. Ein weiterer Fahrer hatte keinen Gurt angelegt und äußerte gegenüber dem Kontrollbeamten, dass dieser kurz zuvor von dem Schäferhund des Mannes durchgebissen worden war und deshalb nicht mehr benutzbar war. Bei der Kontrolle wurde festgestellt, dass der Gurt regelrecht durchgebissen war. In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin, dass Hunde in Fahrzeugen nur gesichert transportiert werden dürfen. Dies dient nicht nur der Verkehrssicherheit sondern auch dem Schutz des Vierbeiners. Dazu gibt es spezielle Sicherheitseinrichtungen für den Fahrgast- und Kofferraum.  Die Nichtbenutzung solcher Einrichtung führt zu einem Bußgeld.

Anzumerken ist, dass bei einem festgestellten Gurtverstoß ein Verwarnungsgeld von 30 Euro bezahlt werden muss. Ein Handyverstoß hat nicht nur ein Bußgeld von 60 Euro zur Folge, sondern auch den Eintrag ins Verkehrszentralregister mit einem Punkt. Der Gurt rettet Leben, so der Appell der Polizei, welchen sich jeder zu Gemüte führen sollte.