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Pressekonferenz von Landrätin Tanja Schweiger  zum Wohnungsbau im Landkreis Regensburg

Pressekonferenz von Landrätin Tanja Schweiger zum Wohnungsbau im Landkreis Regensburg

3 Minuten Lesezeit (570 Worte)

Symbolbild: (c) by_Rainer Sturm_pixelio.de

Landkreis Regensburg. Bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ist eine der zentralen Herausforderungen nicht nur für die Bundes- und Landesebene, sondern auch für die Region Regensburg. Um darzustellen, wie der aktuelle Stand etwa zur Entwicklung der Baugenehmigungen, der Baufertigstellungen oder des Sozialwohnungbaus ist, hatte Landrätin Tanja Schweiger zu einer Pressekonferenz ins Landratsamt eingeladen. Ihr Fazit: Die in den letzten Jahren stetig gestiegene Zahl der Baugenehmigungen hat sich in 2017 auf hohem Niveau stabilisiert. Für 2018 kann aller Voraussicht nach mit einem erneuten Anstieg gerechnet werden.

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Der Sozialwohnungsbau hat nach vielen Jahren der Stagnation erstmals wieder Fahrt aufgenommen. Die Prognoseberechnungen, die auch die in Planung befindlichen Wohnungen mit einschließen, sehen für 31.12.2018 einen Stand von 1.141 Sozialwohnungen vor; dies wäre ein Plus von über 33 Prozent zu den 854 Sozialwohnungen zum 31.12.2017.

Neben Landrätin Tanja Schweiger nahmen an der Pressekonferenz die Leiterin der Bauabteilung, Sanja Glaser, und der stellvertretende Leiter des Sachgebiets Sozialer Wohnungsbau, Reinhold Niklas, teil. Wie die Landrätin eingangs betonte, hätten die Landkreise nach den gesetzlichen Bestimmungen zwar keine originären Zuständigkeiten beim Wohnungsbau - diese lägen beim Freistaat Bayern sowie bei den Gemeinden. Weil das Thema Wohnen aber dennoch hohe Priorität auch für den Landkreis Regensburg besitze, habe sie in den vergangenen Jahren in einer breit angelegten und viele Gesprächsformate und -ebenen einschließenden Informationskampage ihren Beitrag dafür geleistet, dass die Bedeutung eines ausreichenden und vor allem auch bezahlbaren Wohnungsangebotes erkannt werde und eine entsprechende Bewußtseinsbildung stattfinde.

Dies gelte umso mehr, so die Landrätin, als trotz erster ermutigender Signale die Wohnraumversorgung im Raum Regensburg unverändert angespannt sei; und auch bleibe: wie die „Regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung für Bayern bis 2036“  zeige, nehme die Bevölkerungszahl des Landkreises Regensburg von 190.481 (31.12.2016) bis Ende 2036 um 7,4 % auf dann 204.700 zu. Der jährliche Bevölkerungssaldo, also die Differenz zwischen Geburten und Zuzügen auf der einen, und Fortzügen und Todesfällen auf der anderen Seite, liege im Durchschnitt der letzten sechs Jahre bei plus 1500. Auch im Verhältnis zur Stadt Regensburg gebe es einen kontinuierlichen Wanderungssaldo zugunsten des Landkreises, hier liege der Durchschnitt der letzten Jahre bei plus 410. Innerhalb der 71 Landkreises in Bayern nehme der Landkreis Regensburg in Bezug auf die Einwohnerzahl Platz 5 ein. 

Starker Anstieg beim Sozialwohnungsbau in 2018

Als „ausgesprochen positiv“ sei nach den Worten der Landrätin die Entwicklung beim Sozialwohnungsbau im Landkreis zu bezeichnen, nachdem der Bestand sich über viele Jahre hinweg eher rückläufig entwickelt habe, unter anderem auch bedingt durch den Verkauf von GBW-Wohnungen durch den Freistaat oder durch den Wegfall der Sozialbindung für viele Wohnungen. Erfreulicherweise habe sich jetzt wieder eine neue Investitionsbereitschaft für den Sozialwohnungsbau entwickelt. Abzulesen sei dies an den Zahlen der bewilligten und geplanten Projekte innerhalb des Wohnungspakts Bayern. Beim kommunalen Wohnraumförderprogramm - also der sogenannten zweiten Säule des Wohnungspakts, bei der Gemeinden planen und bauen - seien insgesamt 123 neue Sozialwohnungen vorgesehen. Bei der Staatlichen Wohnungsbauförderung - der dritten Säule, bei der Investoren planen und bauen - sei sogar von 164 neuen Sozialwohnungen in 2018 auszugehen. Somit steige die Zahl von 854 Sozialwohnungen zum 31.12.2017 um 287 und somit um über 33 Prozent auf 1141 zum 31.12.2018 an.

„Tendenziell“, so die Landrätin abschließend, „sind wir auf einem guten Weg. Aber die Anstrengungen müssen unvermindert weitergehen. Die Schaffung von Wohnraum wird auf der politischen Agenda weiterhin ganz oben stehen müssen. Den Gemeinden und Investoren möchte ich meinen Dank aussprechen, dass sie sich auf diesem wichtigen gesellschaftspolitischen Bereich des Sozialwohnungsbaus engagieren.“

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