Havarie auf der Donau

Große Probleme für den Schiffverkehr am späten Freitagnachmittag (28.07.2017) auf der Donau: Auf dem Hochwasser führenden Fluss hat der Kapitän der MS Antonia die Kontrolle über seinen Schubverband verloren. Das mit Stahlblechen vollbeladene Schiff stellte sich bei Poikam (Lkr. Kelheim) quer auf die Donau und trieb gegen eine Eisenbahnbrücke. 

 

Nach Angaben der Wasserschutzpolizei war der Kahn in den parallel zur Donau verlaufenen Kanal gefahren. Als es wieder in die Fahrrinne einbiegen wollte, wurde der vordere Teil durch das schneller fließende Hochwasser erfasst und das Schiff stellte sich quer. Mehrere Sicherungsseile rissen dabei. Mehrere Versuche der Bergung scheiterten. Zudem bestand die Gefahr, dass das Motorschiff in zwei Teile zerbricht und gegen die Brücke prallt. Daher entschied man sich, die Eisenbahn- und Straßenbrücke zeitweise komplett zu sperren. Am Abend gelang es dann den Frachter zu befreien. 

Gegen 22 Uhr gelang es den Helfern dann auch den Schubleichter zu befreien. Nach über sechs Stunden konnte der Schiffsverkehr wieder aufgenommen werden. An dem Schiff entstand eine leichte Leckage, es konnte jedoch aus eigener Kraft den nächstgelegenen Hafen ansteuern.