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14-Jährige stirbt in Stausee

14-Jährige stirbt in Stausee

2 Minuten Lesezeit (363 Worte)

Am Freitagabend kenterte  auf dem Kainzmühl-Stausee an der Pfreimdtalsperre bei Kainzmühle, Gemeindebereich Tännesberg, ein Ruderboot. Eine 14-Jährige konnte am Sonntag nur noch tot geborgen werden.

Fünf Jugendliche, drei Jungen und zwei Mädchen verbrachten mit ihren Eltern in einer nahegelegenen Örtlichkeit das Wochenende. Die Jugendlichen unternahmen gegen 20.00 Uhr eine Bootsfahrt auf dem Stausee. Etwa 50 Meter vom Ufer entfernt kenterte das Boot. Daraufhin schwammen die Jugendlichen zu Ufer. Das an letzter Stelle schwimmende 14jährige Mädchen kam dort aber nicht an.

 

Nach einer groß angelegten Alarmierung von Rettungskräften wurden umfangreiche Suchmaßnahmen eingeleitet. Boote der Wasserwacht, bestückt mit Sonargeräten, Rettungsschwimmer und Taucher suchten die ganze Nacht nach dem vermissten Mädchen.

Nach einer kurzen Unterbrechung in den Morgenstunden wurde die Suche am Samstag fortgesetzt. Zusätzliche Unterstützung erfolgte durch einen Polizeihubschrauber und Spürhunde der Polizei, die auch vom Boot aus auf dem Wasser eingesetzt wurden.

 

Auch am Samstag verlief die Suche bis in die Nacht hinein erfolglos.

Am Sonntagmorgen wurden wiederum mit dem Polizeihubschrauber, den Spürhunden und den Tauchern der Wasserwacht die Suche fortgesetzt.

Am Nachmittag des Sonntages kam dann ein Sonarboot der Bereitschaftspolizei und Polizeitaucher zum Einsatz. Gegen 17.10 Uhr fanden Taucher ungefähr 30 Meter vom Ufer entfernt, in einer Wassertiefe von ca. fünf Meter, im näheren Bereich der Stelle, an der das Boot gekentert war, einen leblosen Körper.

Es handelte sich um die vermisste 14jährige.

Insgesamt waren in den drei Tagen des Einsatzes mehr als 250 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Technischen Hilfswerks, Rettungsdienste aus der gesamten Oberpfalz, Taucher, Bergwacht zum Einsatz. Die Einsatzkräfte aller Organisation gingen während des Einsatzes zum Teil bis an die Grenzen der körperlichen Belastbarkeit. Mustergültig und reibungslos funktionierte die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Organisationen unter der Gesamteinsatzleitung der Polizeiinspektion Vohenstrauß.

Kriseninterventionsteams aus der gesamten Oberpfalz und Oberfranken betreuten die vor Ort befindlichen Angehörigen und Freunde der Vermissten rund um die Uhr.

Auch die Betreiberfirma des Stausees stand während der gesamten Einsatzdauer jederzeit zur Verfügung, um einen gefahrlosen Einsatz der Such- und Rettungskräfte gewährleisten zu können.

 

Das Auffinden des toten Mädchens beendete einen dreitägigen  Einsatz zwischen Hoffen und Bangen für alle Beteiligten und brachte traurige Gewissheit.

Die weiteren Ermittlungen zum genauen Unfallhergang und zur Todesursache übernimmt die Kriminalpolizei Weiden.

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