Großeinsatz nach Chemieunfall

Bild: (c) tommyS, pixelio.de  -  Gegen 23.50 Uhr ging eine Mitteilung bei der Integrierten Leitstelle Nordoberpfalz ein, wonach sich bei einer Firma im Eschenbacher Industriegebiet Am Stadtwald ein Gefahrgutunfall ereignet hätte. Bei der Firma, wo verschiedenste Chemikalien für die Herstellung von Leiterplatten zum Einsatz kommen, kam es im Laufe des späten Abends in einem Entsorgungsbehältnis zu einer chemischen Reaktion, wodurch sich das Abfallgemisch  erhitzte und anschließend verdampfte.

Da zunächst nicht klar war, um welche chemischen Stoffe es sich handelte, wurde die Firma vorbildlich von den verantwortlichen Mitarbeitern evakuiert. Von den am Einsatzort eintreffenden Feuerwehren wurde eine weiträumige Absperrung eingerichtet, da ein Teil des Dampfes durch die Entlüftung der Firma entwich.

Die insgesamt knapp 60 Mitarbeiter wurden schließlich im Feuerwehrgerätehaus in Eschenbach untergebracht und dort verpflegt, während Spezialisten der Feuerwehr im Firmengebäude versuchten, den hocherhitzten Chemieabfall zu kühlen und in geeignete Behälter umzufüllen. Diese Arbeiten dauerten bis in die Morgenstunden an.
 
Die insgesamt 180 eingesetzten Kräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes, des THW und der Polizei waren erleichtert als feststand, dass durch den Unfall niemand verletzt wurde. Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Eschenbacher Bevölkerung.
 
Über die Ursache des Unfalls müssen die noch folgenden Ermittlungen der PI Eschenbach Aufschluss geben.