Metzgereien/Bäckereien: Serien-Einbrecher gefasst

Mit hohem personellen Aufwand und Vernehmungsgeschick klärte die Kriminalpolizeiinspektion Weiden in enger Kooperation mit Kollegen der Kriminalpolizeiinspektion Amberg eine Einbruchsserie in der mittleren und nördlichen Oberpfalz. Die Ziele von zwei festgenommenen Tatverdächtigen im Alter von 22 und 25 Jahren waren vorwiegend  Bäckerei- und Metzgereifilialen in Verbrauchermärkten. Gegen die beiden Männer erließ ein Ermittlungsrichter am Amtsgericht in Weiden zwischenzeitlich Haftbefehle.

Die beiden Tatverdächtigen aus dem Landkreis Neustadt a. d. Waldnaab brachen nach derzeitigem Ermittlungsstand in 17 Bäckerei- oder Metzgereifilialen ein und gelangten so an Beute im Gesamtwert von über 40 000 Euro. Zudem entstand durch die teils brachialen Aufbrüche ein Sachschaden in Höhe von knapp 7 000 Euro. In zwei weiteren Fällen gelangten die Täter trotz offensichtlicher Bemühungen nicht an Beute.

Die Taten ereigneten sich im Zeitraum von 12.12.2015 bis 10.04.2016 in Weiden, Amberg, Pressath und Hirschau. Der Schwerpunkt lag dabei im Stadtgebiet Weiden.

Bei ihren Taten drangen die beiden Männer meist gewaltsam über Nebeneingangstüren in die Geschäftsräume ein und suchten gezielt nach Tresoren. Diese entwendeten die Diebe soweit möglich komplett und öffneten die Wertbehälter später in sicherem Terrain.

Auf die Spur kamen die Ermittler den beiden mutmaßlichen Einbrechern in der Nacht von Samstag, 09.04.2016 auf Sonntag. Gegen 01:30 Uhr ging bei der Polizei eine Mitteilung über einen möglichen Einbruch in eine Metzgereifiliale in der Bayreuther Straße in Amberg ein.

Dies führte unmittelbar zu groß angelegten Fahndungsmaßnahmen der Polizeiinspektion Amberg mit Unterstützungskräften am Tatort. Die Täter konnten sich dennoch unerkannt entfernen. Allerdings wurden die Beamten auf ein Fahrzeug aufmerksam, welches im Tatortumfeld geparkt stand. An diesem VW Golf stellten die Beamten gestohlene Kennzeichen fest. Das Fahrzeug wurde in der Folge für weitere Untersuchungen sichergestellt. Dies stellte den Einstieg für weitere akribische Ermittlungen der Kriminalbeamten in Amberg und Weiden dar.

Im Zuge verschiedener Überprüfungen gerieten die beiden Männer aus dem Landkreis Neustadt a. d. Waldnaab schließlich in den Focus der Weidener Kriminalbeamten. Es folgten weitere Überprüfungen, Befragungen und Vernehmungen, die den Tatverdacht noch in der Nacht immer weiter erhärteten, bis dahin, dass bei den Tatverdächtigen bereits am Sonntagmorgen, 10.04.2016 und gegen Mittag am selben Tag die Handschellen klickten.

Die Festnahmen der Beiden erfolgten an Adressen im Landkreis Neustadt a. d. Waldnaab, die im Zuge der Ermittlungen bekannt geworden waren.

Mit den Tatvorwürfen konfrontiert zeigte sich das Duo den Weidener Ermittlern gegenüber umfangreich geständig.

So ergaben sich auch zahlreiche neue Erkenntnisse, die es nun mit den an den verschiedenen Tatorten gesicherten Spuren abzugleichen gilt.

Beispielsweise gelang es, Zusammenhänge mit aufgefundenen Tresoren am 07.03.2016 in Wernberg-Köblitz in der Naab festzustellen. Offensichtlich hatten die Tatverdächtigen verschiedene Tresore in dem Fluss entsorgt. Ein aufmerksamer Zeuge entdeckte die Wertbehälter und verständigte die Polizei. So konnten an diesem Tag zwei Tresore aus der Naab geborgen werden.

Für das Duo erfolgte auf Antrag der Staatsanwaltschaft Weiden, welche die Bearbeitung aller Taten übernahm, am Montag, 11.04.2016 die Vorführung vor den Ermittlungsrichter am Amtsgericht in Weiden. Dieser erließ Haftbefehle gegen die beiden Männer wegen besonders schwerer Fälle des Diebstahls. Da den beiden polizeibekannten Tatverdächtigen vorgeworfen wird, dass sie sich mit den Taten ihren Lebensunterhalt verdienten, wird ihnen eine gewerbsmäßige Ausführung vorgeworfen.

 

Beide wurden in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Für die Ermittler in Weiden und Amberg gilt es nun, neben den bekannt geworden Fällen auch zu prüfen, ob das Duo nicht noch für weitere Taten in Frage kommt.