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Ver.di Oberpfalz positioniert sich im Superwahljahr

Ver.di Oberpfalz positioniert sich im Superwahljahr

2 Minuten Lesezeit (325 Worte)

Weiden. Beim Pressegespräch von ver.di Oberpfalz im Schützenhaus in Weiden zeigten sich die Oberpfälzer Gewerkschaftler kämpferisch und zuversichtlich. Bezirksvorsitzende Petra Graf meinte: „Wir stehen in einem Superwahljahr, alle Gremien und der Landtag stehen zur Wahl.“ Und sie fügte hinzu, „Die wirtschaftliche Ausgangslage rechtfertigt Lohnerhöhungen, wir gehen von einer Gehaltsforderung von rund 6 Prozent aus."

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Alexander Gröbner, Geschäftsführer von ver.di in der Oberpfalz, freute sich auch, dass gegenüber den Austritten mehr Eintritte in die Dienstleistungsgewerkschaft stehen. Und er meinte auch, „zwei ver.di-Herzensangelegenheiten haben es in die Sondierungsgespräche für eine Neuauflage der Groko geschafft, dies wären die Rente und die Pflege.“ Oskar Salfetter, Vorsitzender des Regionsvorstands Weiden sagte: „Rente muss für ein Leben in Würde reichen, wer ein Leben lang gearbeitet hat, darf im Alter nicht arm sein“. Es gehe in Nachbarländern doch auch, dass die Renten ausreichen. Und er fügte noch das Beispiel Österreich hinzu. „Ein Arbeiter bekommt bei vergleichbaren Zahlen 40 Prozent mehr Rente, dass alles bei gleichem Bruttolohn. Und auch 14 Gehälter“.

Zum Thema Bildungsfreistellungsgesetz äußerte sich Manuela Dietz, stellvertretende Bezirksvorsitzende. „Bayern ist eines von zwei Bundesländern, das kein Bildungsfreistellungsgesetz hat und dabei wäre es völkerrechtlich verpflichtend." Und auch zum Thema Krankenhausfinanzierung hatte die gelernte Krankenschwester einiges zu sagen. Sie nannte Norwegen als Beispiel für die Patientenbetreuung. „ Während dort eine Pflegekraft fünf Patienten betreut, sind es in Deutschland 13 Patienten.“ Es sei erschreckend, dass deutsche Pflegekräfte aus Zeitmangel viele Maßnahmen am Patienten weglassen müssen. Und die pflegebedürftigen Menschen werden nicht weniger.

Gleiche Lebensbedingungen und Wohlstand in allen Regionen Bayerns „ und dazu einfach mal in die Bayrische Verfassung schauen“, forderte Manfred Haberzeth, Vorsitzender der ver.di-Senioren Oberpfalz. „Das Durchschnittseinkommen in Bayern liegt bei 24.000 Euro, in der Oberpfalz mit der Metropole Regensburg bei 22.000 Euro und in der nördlichen Oberpfalz bei 20.000 Euro. Das spiegelt sich auf die Renten wieder“. Eines konnte man bei dem Pressegespräch sehen, die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft hat keineswegs vor, sich im „Superwahljahr“ auf eine passive Rolle zu beschränken.

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