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Reinheitsgebot ist für Ernährungsminister Schmidt Exportschlager (VIDEO)

Reinheitsgebot ist für Ernährungsminister Schmidt Exportschlager (VIDEO)

2 Minuten Lesezeit (395 Worte)

Zurzeit kommt das Bayerische Reinheitsgebot zur Bierherstellung nicht aus dem Feiern heraus. Vor genau fünfhundert Jahre in Ingolstadt erlassen, stellt das Gebot die älteste noch gültige Lebensmittelvorschrift der Welt dar. Für die einen ist es ein Hemmnis, Bier kreativ weiterzuentwickeln. Für den Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt (CSU) ist es dagegen ein Qualitätssiegel, das dem Bayerischen Bier weltweit zu seinem guten Ruf verhilft. Bei seinem Besuch in der Regensburger Brauerei Bischofshof am 22. Juli sagte der Minister, wenn man im Ausland auf die Marke „Gebraut nach dem Bayerischen Reinheitsgebot“ träfe, wisse man sofort, dass es sich um ein hochwertiges Produkt handle.

Den Grund dafür sah Schmidt in der regionalen Herstellung von Bier: Sehr viele der kleinen und mittelständischen Brauereien in Bayern und Deutschland beziehen ihre Zutaten vom einheimischen Landwirt und setzen auch sonst von den Rohstoffen bis zu den Mitarbeitern und deren Familien auf die ortsansässige Infrastruktur. Dies stelle eine immense Wertschöpfungskette dar, die eine große Gemeinschaftsarbeit erfordere, hieß es. Somit sei gerade das Bayerische Bier der Gegenentwurf zu den meist recht einheitlich schmeckenden Produkten der großen Getränkekonzerne aus Holland, Belgien und den USA.

Brauereidirektor Hermann Goß sah bei den Getränkeriesen das Problem, dass diese allein den Aktionären und Finanzmärkten unterworfen seien. Die Pflicht nach größeren und internationalen Marktanteilen sei die treibende Kraft, es entscheide der Börsenwert und nicht der Braumeister über Qualität und Zusammensetzung des Produktes Bier.

Stärkung der lokalen Infrastruktur sowie das feste politische Bekenntnis zur regionalen Marke „Bayerisches Reinheitsgebot“ versprach daraufhin der Bundesminister. Er war stolz auf die Arbeit der kleinen und mittelständischen Brauereien wie Bischofshof in Bayern. Von ihnen gehe die wahre kreative Weiterentwicklung des Bieres aus. Deshalb sei es wichtig, die Chancen für die Zukunft zu erkennen, um weiterhin Stabilität für den Verbraucher zu schaffen. Dies sei gerade in Zeiten großer Verunsicherung immer wichtiger, so Schmidt. Dabei spannte er auch den Bogen zu den Handelsabkommen CETA und TTIP. Der Minister geriet fast in Zorn angesichts der „Propaganda-Lügen“, die gegen diese Verträge „unter’s Volk gestreut“ würden. Dabei seien sie Zukunftsgarant für „den gesicherten Export für deutsches Bier“.

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Der Ausfuhr von einheimischem, handwerklich gebrautem Bier maß auch der Brauereidirektor einen hohen Stellenwert bei. Bischofshof mit seinen weiteren Marken wie „Weltenburger“ oder „Schmidt Bräu“ (die, wie er persönlich darauf hinwies, nichts mit dem Namensvetter Christian Schmidt zu tun hat) exportiert in knapp dreißig Länder.

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