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Rieden sang und musizierte

Rieden sang und musizierte

2 Minuten Lesezeit (444 Worte)

Rieden. Ein Abend, prall gefüllt mit Musik und Gesang, und eine deftige Brotzeit zwischendurch – die Verantwortlichen des Heimatvereins trafen mit „Rieden singt und musiziert“ im Landgasthaus „Zum Bärenwirt“ wieder in die Vollen.

Heimatvereinsvorsitzender Hubert Haas begrüßte Musikanten und Publikum mit, „… i frei me, dass ihr alle kumma seid, und etz fang ma a“. Mit der „Tiroler-Buam-Polka“ und dem „Jodler-Automat“ stimmten d’ Resl und die Haas-Buam – die Weinfurtner Theresa am Akkordeon, der Haas Phillip an seiner Gitarre und sein Bruder Johannes am Cajon – auf den Abend ein. Moderator Werner Meile stellte Wolfgang Butz aus Inzendorf vor, der seine Quetschn spielte und gefühlvoll vom „Bajazzo“ und dem „Wildschütz Jennerwein“ sang. Da setzte der junge Michasel Drexler aus Thanheim auf seinem Akkordeon mit dem „Zillerthaler Hochzeitsmarsch“ noch eins drauf, träumte auch vom „wunderschönen Gamsgebirg.“ Da sangen gleich alle Zuhörer im proppenvollen Bärenwirtssaal mit.

Vor mehr als zehn Jahren zur Schlossbergweihnacht wurden „D’ Hirtn“ gegründet, wusste der Werner Meiler. Sie singen zwei- und auch dreistimmig „als richtige Hutzamuse“ oberpfälzer und bayrisch-österreichische Lieder. Mit „Ja, unser Bauer“, „Und wenn’s an schiana Summa gibt“ gaben die fünf Mannsbilder Proben ihres Repertoires. Nun aber legte der Familienclan Ibler/Rüth so richtig los. Der Ibler Bernhard am Kontrabass, sein Vater, der Konrad, am Schifferklavier und Sophie und Jakob Rüth mit ihren Trompeten erzählten musikalisch vom „Himmlischen Voda“ und der „schönen Oberpfälzerin und ihrem Bauernhaus.“ Über viel Beifall konnten sich die Vier freuen.

 

Aus 66 Prozent Hohenburg und 34 Prozent Weiden bestünde die „Wirtshauseck-Musi,“ wusste Moderator Werner Meiler. Mit der „Munti-Polka“ und mit „Im Zirbenwald“ legten die drei – die Claudia Wittl, ihr Mann Hugo und Hans Fröhlich „aus der Weidn“ – so richtig los. Dann mit einer nach mittelalterlichen Vorbildern nachgebauten Drehleier Bernhard Ibler. Er spielte und sang das Lied vom Thannhauser, „der mit Kaiser Friedrich im Kreuzzug kämpfte, sich dann auf die Liebe verlegte. Und als er beim Papst dies alles beichten wollte, wurde er gar abgewiesen.“ Als nächstes Stück. „das hängt mit Schmidmühlen und Erasmus Grasser zusammen,“ spielte er einen Moriskentanz.

Auf einen Sonderwunsch hin spielte der Albert Kräuter auf seinem Akkordeon und sang mit seiner Hildegard die Riedener Ortshymne, „das Lied vom Goaßbock,“ in dem man auch viel vom Brosl-Hans und seinem Geißbock erfuhr. Viele sangen mit beim Schnupferlied „Der Towakwak is mein Leben, der Towak is mei Freid.“ Mit einem Apothekensketch nach Karl Valentin traten nun für die Goaßlandler Claudia Fröhlich und Franziska Haas vors Publikum. Probleme mit dem vergessenen Namen des Medikaments brachten beide zur Verzweiflung. Nach der Pause, in der der Bose und der Fonse aufspielten und sangen, traten die Wurstsuppenmusikanten auf und alle Gruppen und Solisten begeisterten weiter mit Volksmusik vom Feinsten.

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