Riedener Blaskapelle: Höhepunkt des Auftrittsjahres

Riedener Blaskapelle: Höhepunkt des Auftrittsjahres

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Mit ihrem Jahreskonzert begeisterte die Riedener Blaskapelle „St. Georg“ wieder einmal ihr Publikum, bot einen musikalischen Kunstgenuss. Einleitend nannte es Vorsitzender Klaus Nemeth „den Höhepunkt des Auftrittsjahres.“ Dirigent Miroslaw Zgrzendek habe ein Konzertprogramm zusammengestellt und eingeübt „um ihnen heute einen schönen Abend zu bieten.“ Und Nemeth hatte nicht zu viel versprochen.

Mit der würdevoll klingenden „Liberty-Fanfare“ des amerikanischen Komponisten John Williams ging das Orchester unter Stabführung von Zgrzendek gleich in die Vollen. Der Einleitung folgte mit „Oregon“ aus der Feder des niederländischen Komponisten Jacob de Haan eine, so Nemeth, „abenteuerliche Zugfahrt durch die faszinierende Landschaft der nordwestlichen Staaten der USA“. Als Solistin auf der Querflöte brillierte Cornelia Fischer bei herrlich einfachen aber trotzdem leidenschaftlichen Melodien der Filmmusik von Komponist John Williams zu Steven Spielbergs „Schindlers Liste“.

Ohrwurmcharakter hatte „Highland Cathedral“, komponiert von Michael Kolb und Uli Röver „und in unzähligen Versionen wie Film- oder Hochzeitsmusiken veröffentlicht“. Die „Beer Barrel Polka“, auch bekannt als Bierfass-Polka, des tschechischen Komponisten Jaromir Vejvoda kennen die wenigsten. Mit keinem besseren Stück als der bei uns als „Rosamunde“ bekannten Polka jedoch konnten Miroslaw Zgrzendek und seine Musiker das begeisterte Publikum zu „einem (oder zwei) Gläschen Sekt und leckeren Appetithappen“ in die Pause entlassen.

 

Der zweite Teil die Konzerts begann mit dem ziemlich kurzen, durch sein Trompetenmotiv am Anfang umso beeindruckenden „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss, das zu Recht zu den bekanntesten und monumentalsten Orchesterwerken des 19. Jahrhunderts gezählt wird. Dann aber hieß es „Moments for Morricone“ mit einem Medley der bekanntesten Filmmusiktitel von Enrico Morricone, einem der größten italienischen Soundtrack-Komponisten unserer Zeit. Die Vielfalt des polnischen Wesens, seiner Natur, seiner Volker und Länder vereinte anschließend die „Mazurka Rhapsodie“ des Komponisten Alfred Bösendorfer in verschiedenen Stilen und Melodien.

Beim „Gesang der Lerche“ der bekannten tschechischen Volksweise in konzertanter Bearbeitung durch Karel Bêlohoubeck beeindruckten Ines Gauer und Mirela Zgrzendek durch ihre virtuoses Klarinettenduell. Kraftvoll und festlich, mit Samba-Teil und typisch spanischem Flair Hans-Reiner Schmidts „Happy Spain“, „eine tolle, temperamentvolle Show-Nummer für die Trompeten“. Mit der Rock-Pop-Ballade „The Living Years“ in der Bearbeitung des amerikanischen Komponisten James Horsay rundete das Orchester das Programm ab, kam jedoch ohne Zugaben nicht von der Bühne. So, „in Memoriam des Ehrendirigenten Peter Feldmeier“, dem „von der Tann-Marsch“ und der „Auf- und Ab-Polka“ von Norbert Gälle. Mit der „Bayernhymne“ schloss zu später Stunde ein Konzertabend, der den Zuhörern noch lange in Erinnerung bleiben wird.

 

 

Gemeinsam mit Werner Stein (hinten Mitte), dem Kreisvorsitzenden des Nordbayerischen Musikbunds, und Dirigent Miroslaw Zgrzendek (hinten rechts) überreiche Vorsitzender Klaus Nemeth D1- und D3-Abzeichen, zeichnete auch Musiker für langjähriges aktives Musizieren aus. 2. Bürgermeister Josef Weinfurtner (links) gratulierte.

 

Es ist bei der Blaskapelle St. Georg gute Tradition, beim Jahreskonzert Leistungsabzeichen zu überreichen und langjährige Mitglieder für ihre Treue zu ehren. Zweiter Bürgermeister Josef Weinfurtner, welcher das Jahreskonzert als ein Kunsterlebnis, ein kulturelles Erlebnis und Highlight im kulturellen Leben der Marktgemeinde bezeichnete, lobte „es finde es gut, dass Rltern ihren Kindern durch die Blaskapelle eine fundierte musikalische Ausbildung ermöglichen können“. Gerne überreiche er deshalb im Auftrag der Marktgemeine die jährliche Spende von 1500 Euro an den Vorsitzenden des Blaskapelle St. Georg. Klaus Nemeth.

Gemeinsam mit Werner Stein, dem Kreisvorsitzenden des Nordbayerischen Musikbunds, und Dirigent Miroslaw Zgrzendek überreiche Nemeth die D1-Abzeichen in Bronze an Marlene Wendl und Elena Haas, die beide auf dem Saxophon mit gutem Erfolg, an Magnus Gauer, der auf dem Tenorhorn, und Jakob Rüth, der auf der Trompete mit sehr gutem Erfolg die Prüfung bestanden. Das D3-Abzeichen in Gold bekam Ines Gauer, sie bestand die Prüfung auf der Klarinette mit seht gutem Erfolg, überreicht. Mit Urkunde und Ehrennadel wurde Julian Vögele (Schlagzeug) für fünf Jahre aktives Musizieren ausgezeichnet. Die Auszeichnung für zehn Jahre aktives Musizieren nahm für den erkrankten Peter Kagerer (Trompete) dessen Ehefrau Maria entgegen.

 


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