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Oratorienchor: Klangvolle Reise durch die Musikgeschichte

Oratorienchor: Klangvolle Reise durch die Musikgeschichte

2 Minuten Lesezeit (348 Worte)

Es war eine Reise durch die Musikgeschichte, die der Oratorienchor Schwandorf am Sonntag in der Stadtpfarrkirche St.Jakob bot. Vokalmusik aus fünf Jahrhunderten stand auf dem Programm und das Publikum belohnte die Akteure mit stehenden Ovationen.

 

Neben Orgelfugen von Johann Sebastian Bach und Domenico Scarlatti, meisterhaft interpretiert von Chorleiter Wolfgang Kraus war der erste Teil des Konzertes von A Cappella-Werken geprägt. Marienmotetten von Giovanni Perluigi da Palestrina, als Vertreter der Renaissance über Josef Gabriel Rheinberger bis hin zu den Meistern des frühen 20.Jahrhunderts, wie etwa Max Reger und Sergei Rachmaninow konnte der Oratorienchor erneut seine ganze Klasse unter Beweis stellen.

Homogen im Klang, stets aufmerksam, brauchte es nur kleinste Gesten des Dirigenten um die 39 Sängerinnen und Sänger in furiose Crescendi zu führen. Aber der Chor stellte auch eindrucksvoll unter Beweis, dass er die leisen Töne beherrscht, klangschön bis hinein ins feinste Pianissimo. Der A Capella-Gesang, das heißt ohne Instrumentalbegleitung, stellt bekanntlich die größten Anforderungen an einen Chor, da die Unterstützung durch ein Orchester fehlt. Der Oratorienchor meisterte Motetten, wie das siebenstimmige „Ave Maria“ von Anton Bruckner oder das sechsstimmige „Unser lieben Frauen Traum“ von Max Reger intonationssicher und mit Bravour.

Der zweite Teil des Konzerts widmete sich der Barockmusik. Antonio Vivaldis „Magnificat“ in g-Moll ist wild und bewingend furios. Hier zeigten die Veranstalter, die Konrad Max Kunz-Fördervereinigung, welche Saat aufgehen kann, wenn über Jahre hinweg konsequente musikalische Bildung betrieben wird. Das Instrumentalensemble, das den Chor begleitete, bestand ausnahmslos aus ehemaligen Schülerinnen und Schülern der Musikakademie Schwandorf. Leonie Schönthaler und Caroline Sax an der Violine, Nadine Graf an der Bratsche, Hannah von Glasow am Cello und Severin Huf an der Orgel meisterten den Orchesterpart hervorragend. Sicher in Intonation und Rhythmik entstand der Eindruck, als wäre hier ein viel größeres Orchester am Werk.

Aber auch die Gesangssolisten, ebenfalls alles Eigengewächse aus dem Chor, wussten zu überzeugen. Monika Leitner und Andrea Fritsch mit glockenhellem Sopran, Christina Fink-Rester mit ihrem warmen, klangschönen Mezzo und Heribert Krotter mit kernigem Bass zeigten, was Schwandorf musikalisch zu bieten hat. Stehende Ovationen der rund 200 Zuhörer waren der verdiente Lohn für eine gelungene Gemeinschaftsleitung.

 

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