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Das intelligente Heim denkt mit

Das intelligente Heim denkt mit

3 Minuten Lesezeit (642 Worte)

Regensburg. Haben Sie sich schon einmal mit dem Begriff Smart Home vertraut gemacht? Vielen kommt dann vielleicht folgendes Bild in den Kopf: Der Kühlschrank merkt, dass die Milch alle ist und bestellt selbstständig neue über das Internet. Doch Smart Home bietet viel mehr.

Die Ideen hinter Smart Home sind gar nicht so neu, doch erst seit einigen Jahren drängt das intelligente Zuhause auch auf eine größere Bühne. Wir haben Timo ter Maat in seinem Büro nahe der Altstadt besucht und uns erklären lassen, was hinter diesem Begriff steckt und welche Möglichkeiten sich den Nutzern eröffnen

„Früher basierten die Konzepte auf Kabeln. Das machte die Sache ziemlich teuer, da u.a. Wände aufgerissen werden mussten. Doch dank der neueren Funksysteme kann ich vergleichsweise günstig und effizient ein System gestalten, das viele unterschiedliche Sachen übernimmt.“ Ein weiterer Vorteil der Funktechnik: Ein solches Smart Home kann auch in Mietwohnungen installiert und bei einem Umzug mitgenommen werden, da z.B. Fenstersensoren einfach geklebt werden können.

Dabei geht es nicht so sehr um den intelligenten Kühlschrank. „Wir schreiben Szenen, die auf einfachen „wenn - dann Folgen“ basieren.“ Ein Beispiel wäre hier die Szene „Gehen“. Sie wollen das Haus verlassen und drücken an der Eingangstüre einen Knopf, der als Sensor fungiert. Dadurch wird von der Zentrale z.B. bei den Sensoren an den Fenstern abgefragt, ob diese geöffnet sind. Wenn ein Fenster geöffnet ist, dann wird das Licht im Eingangsbereich automatisch angeschaltet, wodurch vermittelt wird: Bitte Fenster überprüfen. Des Weiteren werden in dieser Szene die Heizungen heruntergefahren, um Heizkosten zu sparen.

„Solche Szenen sind individuell anpassbar und so gleicht kein Smart Home dem anderen“, so ter Maat. „Ich kann auch durch einen an der Tiefkühltruhe angebrachten Sensor eine Szene schreiben, die mir dann mitteilt, wenn das Gerät defekt ist.“ Dazu benötigt der IT-Fachmann lediglich die entsprechenden Steckdosen, die an den normalen Steckdosen zwischengeschalten werden und dort den Stromfluss des Gerätes messen. Sobald der Stromverbrauch nicht dem Normalfall entspricht, meldet der Sensor dies an die Zentrale und diese kann dann, wenn man das möchte, eine SMS senden. Das ganze System kann man sich auch in Form einer App auf dem Smartphone oder Tablet installieren und hat hier ständig und von überall die Kontrolle.

Die Möglichkeiten sind fast unendlich. „Ich kann mir hier theoretisch die absurdesten Variationen ausdenken“, erklärt ter Maat begeistert. „Ein Smart Home kann, wenn es entsprechend konzipiert ist, einen sehr effizienten und stromsparenden Haushalt steuern, der zudem weitestgehend im Hintergrund agiert und mich als Nutzer entlastet.“ Andere Nutzungsmöglichkeiten sind Thermostate an Heizungen, die nach vorher programmierten Intervallen die Heizung regeln. Aber auch Licht kann über Sensoren, die auf Helligkeit reagieren, entsprechend automatisch gesteuert werden. Gerade für Büroräume bietet sich so etwas an. Durch Wassermeldersensoren kann ein Smart Home darüber hinaus auch als eine Art Sicherheitssystem gestaltet werden, das einen Warnhinweis gibt, wenn die Waschmaschine undicht ist. Auch Rauchmelder können integriert werden und bei Rauchentwicklung per Smartphone oder Handy benachrichtigen.„Die Technik ist mittlerweile so weit, dass sich praktisch jeder selbst ein Smart Home mit Komponenten aus dem Baumarkt zusammenstellen kann. Woran die meisten aber scheitern, sind die Szenen. Hier ist es einfach hilfreich auf die Erfahrung von Fachfirmen zu vertrauen,“ sagt der TÜV geprüfte Fachmann für Rauchwarnmelder.

Die Kosten für das eigene Smart Home sind so unterschiedlich wie die einzelnen Szenen. Eine Zentrale, die das Herzstück eines jeden Systems darstellt beginnt bei etwa 150€. Die Premiumgeräte liegen bei um die 500€. Die Sensoren liegen alle bei etwa 50€. „Ein weiterer Vorteil der Funksysteme ist, dass sie stetig erweiterbar sind. Ich kann also jetzt mit einer kleinen Grundausstattung anfangen und mir Jahr für Jahr weitere Komponenten hinzukaufen.“ Hier müsse dann nur auf die passenden Softwarestandards geachtet werden.

Für ter Maat gehört Smart Home die Zukunft. „Branchenkenner gehen davon aus, dass hier in den kommenden Jahren ein Milliardengeschäft entsteht. In 10 bis 15 Jahren wird es keinen Haushalt mehr ohne solche Systeme geben.“

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