Anzeige
HCW-PHR-OKL-RST-Bhne Über eine große Präsentationsleinwand wurden die Vorträge der vier referierenden Chef- und Oberärzte mit Fotos, Grafiken und Informationen unterstützt. Foto: H.C. Wagner

Orthopädie bewegt – Lindenloher Experten zu Gast in Regenstauf

3 Minuten Lesezeit (576 Worte)

Regenstauf. Unter dem Titel „Orthopädie bewegt" referierten drei Chefärzte sowie ein Oberarzt der Asklepios Orthopädischen Klinik Lindenlohe am vergangenen Donnerstag in der Jahnhalle Regenstauf. Über 250 Besucherinnen und Besucher folgten den Vorträgen der Spezialisten mit großem Interesse und hatten die Möglichkeit, nach der Veranstaltung ein persönliches Gespräch mit den Ärzten zu führen.

Regenstaufs Bürgermeister Siegfried Böhringer, selbst ein zufriedener ehemaliger Hüft-Patient der Schwandorfer Spezialklinik, ließ es sich nicht nehmen, die interessierten Zuhörerinnen und Zuhörer in der Jahnhalle zu begrüßen. Marius Aach, Geschäftsführer der Klinik, stellte nach den einleitenden Begrüßungsworten des Bürgermeisters die Klinik für Allgemein- und Sportorthopädie mit integriertem Wirbelsäulenzentrum vor.Mit den Top-Bewertungen aus der Behandlung von 4.000 stationären und 10.000 ambulanten Patienten pro Jahr schaffen es Klinik und Ärzte immer wieder in die Focus-Bestenlisten. Zahlreiche Qualitätssiegel und Zertifizierungen sowie die Auszeichnung als „Olympiastützpunkt Bayern" unterstreichen den eigenen Anspruch, so der Geschäftsführer weiter.

Die Reihe der fachlichen Vorträge eröffnete Privat-Dozent Dr. Konstantinos Kafchitsas, Chefarzt und Leiter des Wirbelsäulenzentrums in Lindenlohe unter dem Titel „Das Kreuz mit dem Kreuz". Im Fokus standen hierbei die Ursachen, Präventions- undBehandlungsmöglichkeiten des Rückenschmerzes.Entscheidend sei bei der Behandlung von Wirbelsäulenbeschwerden neben einer umfassenden Diagnostik stets die Ausschöpfung aller konservativen Behandlungsmethoden. Falls eine Operation beispielsweise bei der Verengung des Wirbelkanals, Wirbelgleiten, Bandscheibenschmerz oder Wirbelgelenk-Arthrose unumgänglich sein sollte, spiele die Erfahrung der Operateure eine entscheidende Rolle. Ein Teil seines Vortrages widmete der Chefarzt auch der „Volkskrankheit" Osteoporose, die primär auf die fehlende Mobilität zurückzuführen sei und durch minimal-invasive Eingriffe gut zu behandeln sei.

Bewegung bzw. Bewegung trotz Beschwerden stand auch im Mittelpunkt des Vortrages von Dr. Markus-Johannes Rueth, Chefarzt für Sportmedizin und Sportorthopädie. Neben der Behandlung von akuten Sportverletzungen, die über die Notfallambulanz rund um die Uhr gewährleistet sei, stehe in der Lindenloher Sportklinik die Therapieplanung bei Sportschäden im Mittelpunkt. Nach dem Zusammenführen von Befunden und Beschwerden müsse eine sinnvolle Entscheidung zwischen konservativen und operativen Behandlungsoptionen getroffen werden, so der Sport-Experte – immer verbunden mit der Zielsetzung, die Patienten nach der klinischen Behandlung über komplexe Übungsprogramme wieder zur ursprünglichen Leistungsfähigkeit zurück zu führen.

„Eine Anästhesie in unserem Haus ist mindestens genauso gut überwacht wie eine Raumfahrtmission", erläuterte Oberarzt Martin Wallinger, der für den erkrankten Chefarzt Dr. Franz-Jürgen Unterburger, eingesprungen war. Mit zahlreichen Bildern beschrieb Wallinger die im Haus durchgeführten zentralen und regionalen Anästhesieformen, von denen die Patienten in der Regel nichts mitbekommen. Anschließend stellte er die zweitewichtige Funktion der Abteilung vor: Die Schmerztherapie. Statistisch verspüren in den ersten 48 Stunden nach der Operation bis zu 83 Prozent der Patienten Schmerzen. Diese Schmerzen können in Lindenlohe jedoch durch sogenannte Katheterverfahren ausgeblendet werden.

Langfristige Schmerzfreiheit, gute Beweglichkeit, Alltags- und Sporttauglichkeit sowie die Wiederherstellung der korrekten Anatomie – so formulierte Prof. Dr. Heiko Graichen die Ziele der Endoprothetik, also der Behandlungsmöglichkeiten bei Gelenkverschleiß. Der Ärztliche Direktor verschaffte den Zuhörerinnen und Zuhörern einen Einblick in den modernen Gelenkersatz. Mittels Computer-Tomogramm-Vermessung und 3-D-Planung könne eine individuelle Implantat-Auswahl getroffen werden. Möglichst kleine Schnitte, im Fachjargon „minimal-invasive" Zugänge verbesserten die Operationsergebnisse ebenso wie der Einsatz von Navigationshilfen im Operationssaal. „Unsere Klinik ist seit 2013 zertifiziertes Endoprothetik-Zentrum und Mitbegründer des Endoprothesenregisters Deutschland", unterstrich Prof. Graichen den hohen Qualitätsanspruch der Schwandorfer Spezialklinik.


Anzeige

Updates abonnieren Abo beenden Drucken

Ähnliche Beiträge

By accepting you will be accessing a service provided by a third-party external to https://www.ostbayern-kurier.de/

Region Schwandorf

06. Mai 2021
Mit 36 Fällen am Mittwoch steigt die Gesamtzahl der Corona-Infektionen auf 7.931. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die gestern bei 100,8 lag, steigt um zwei Fälle pro 100.000 Einwohner auf 102,8. Diesen Wert geben heute sowohl das Landesamt für Gesundheit u...
06. Mai 2021
Maxhütte-Haidhof. Fast vier Jahre lang war Rebecca Federer Leiterin des MehrGenerationenHauses – nun geht sie für zwei Jahre in Elternzeit und das Haus bekommt „ein neues Gesicht". ...
06. Mai 2021
Nittenau. Im Rahmen der Kunst-Kultur-Tage veranstalten das Stadtmuseum Nittenau und die Katholischen Landjugendbewegung Nittenau zwei Aktionen zum Thema „Jugend gestaltet Zukunft." ...
06. Mai 2021
Neunburg vorm Wald. Die Zukunft für die Absolventen der Neunburger Realschule wird sich verändern, denn mit dem Berufsleben und dem Älter werden erhöhen sich auch die Verantwortungen und die Gefahren. ...
06. Mai 2021
Burglengenfeld. Ferien zuhause und Langeweile? Das muss nicht sein. Jugendpflegerin Ines Wollny hat erneut ein coronageeignetes Programm für Kinder und Jugendliche auf die Beine gestellt. ...
06. Mai 2021
Schwandorf. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) und die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) laden an drei Terminen im Mai die junge Generation ein, sich über den Prozess der Endlagersuche zu informieren und zu beteil...
Anzeige

Amberg, Sulzbach-Rosenberg

30. April 2021
Amberg/Amberg-Sulzbach. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit stuft die Infektionsgefahr für Wild- und Hausgeflügel in der aktuellen Risikobewertung als gering ein. ...
29. April 2021

Amberg-Sulzbach. Die Versorgung der Schulen und Kindertageseinrichtungen mit Selbsttests ist weiter in vollem Gange.

27. April 2021
Amberg-Sulzbach. Was gilt kommende Woche für den Schulbetrieb und sind Tagesbetreuungsangebote für Kinder, Jugendliche und junge Volljährige möglich? Diese Einschätzung wurde in den vergangenen Wochen immer freitags vom Landratsamt Amberg-Sulzbach an...
19. April 2021
OBERPFALZ. In der Oberpfalz gehören überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit zu den Hauptursachen für schwere Verkehrsunfälle. Mit einem 24-Stunden-Blitzmarathon soll das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer geschärft werden. ...
15. April 2021
Sulzbach-Rosenberg. Ein aufmerksamer Lokführer hat am Mittwoch, 14.04.2021, gg. 18.45 Uhr im Bereich der Sulzbach-Rosenberger Bahnhofstraße mehrere Kinder gemeldet, die sich im Gleisbereich aufhielten und über die Gleise liefen. ...
09. April 2021
Amberg. In der Stadt Amberg lag der 7-Tage-Inzidenzwert laut Robert Koch-Institut am heutigen Freitag, 9. April 2021, bei 144,5 und damit über der entscheidenden Marke von 100 Coronavirus-Infizierten pro 100.000 Einwohner. ...

Für Sie ausgewählt