44BA5522-3765-4114-A248-037F151C99DE In den nächsten Monaten reifen an Feldrändern Samen von Zeigerpflanzen, wie etwa an dieser Distel. Foto: OTH Regensburg / Hilde Wagner

Saatgut von „Zeigerpflanzen“ oder „Unkraut“ gesucht

2 Minuten Lesezeit (356 Worte)

Regensburg. Ein Professor der OTH Regensburg ruft die Bevölkerung auf, Saatgut von Zeigerpflanzen – landläufig als „Unkraut" oder „Beikraut" bezeichnet – zu sammeln und einzusenden. Ein Feld-Roboter soll mittels Künstlicher Intelligenz lernen, die Pflanzen zu erkennen.

An der OTH Regensburg schraubten Maschinenbau-Studierende mit Prof. Dr. Hermann Ketterl im vergangenen Semester bereits an einem intelligenten Roboter, der ohne Glyphosat Bio-Felder von Unkraut befreien soll. Jetzt hat Prof. Dr. Ketterl eine neue Idee für ein Projekt im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI): 

„Aus meiner Sicht wäre es interessant, wenn ein Roboter auf dem Feld möglichst viele sogenannter Zeigerpflanzen erkennen würde und damit Hinweise auf Probleme im Boden geben könnte. Man müsste dazu eine Bilderkennung basteln, die alle diese Pflanzen erkennt."

Tipps und Trends für Sie

„Zeigerpflanzen", landläufig als „Unkraut" oder „Beikraut" bezeichnet, sind für Landwirte meist unerwünscht. Dabei können die Pflanzen hilfreich sein, denn sie zeigen, was der Boden braucht.

Damit Prof. Dr. Ketterl einem Feld-Roboter möglichst viele Zeigerpflanzen „beibringen" kann, muss er ihn zuvor mit realen Bilddaten „füttern". Prof. Dr. Ketterl hat den Plan, dieses Jahr Saatgut von unterschiedlichsten Zeigerpflanzen zu sammeln, um sie vor seinem Labor in Blumentöpfen anzubauen.


Anzeige

Prof. Dr. Ketterl sagt: „In unserem Kontext könnte ich mir vorstellen im nächsten Sommersemester eine Projektarbeit im 6. Semester Maschinenbau anzubieten, bei der Studierende eine Bilderkennung für reale Pflanzen programmieren."

Prof. Dr. Ketterl weiter: „Saatgut von Raps, Zuckerrüben oder Kartoffeln kann man kaufen. Das Saatgut für Zeigerpflanzen kann man nicht kaufen, aber in den nächsten Monaten ernten." Prof. Dr. Ketterl versucht, die Bevölkerung zu animieren, ihm auf diesem Weg, Saatgut von Zeigerpflanzen in einem einfachen Briefkuvert zu schicken. Dazu müsse man eine schöne Zeigerpflanze erkennen, beobachten und zum richtigen Zeitpunkt die reifen Samen einsammeln.

Richtiges Ernten von Saatgut funktioniert nach Prof. Dr. Ketterl ganz leicht, wenn beispielsweise die Möglichkeit besteht, über die Blüte kurz vor der Reife eine luftdurchlässige Tüte zu ziehen und zu warten, bis der gereifte Samen abtrocknet und von selbst in die Tüte fällt.

Versand:

Saatgut der Zeigerpflanzen mit Angabe des Absenders und mutmaßlichen Namen der Pflanze in Briefumschlag schicken an: 

OTHRegensburg, Prof. Dr. Hermann Ketterl, Labor Mess- und Steuerungstechnik, Raum B003, Galgenbergstraße 30, 93053 Regensburg

Hinweis zu Zeigerpflanzen:

https://www.bio-net.at/fileadmin/bio-net/documents/bionet_zeigerpflanzen_2015.pdf


Updates abonnieren Abo beenden Drucken

Ähnliche Beiträge

By accepting you will be accessing a service provided by a third-party external to https://www.ostbayern-kurier.de/

Advertorial

16. Januar 2022
Kreis Regensburg
Region
Advertorial
Aufhausen. "Wenn Sie mich fragen, was der Sinn unserer Arbeit hier im Team ist, sag ich Ihnen ganz klar: Der Kunde!" Armin Ebenhöh, Geschäftsführer des Autohauses Weißdorn, hat mit dieser Philosophie viel erreicht: Skoda führt sein Unternehmen als Gr...
Anzeige

Newsletter bestellen

Bitte wählen Sie aus, wie Sie von uns hören möchten:

Sie können sich jederzeit abmelden, indem Sie auf den Link in der Fußzeile unserer E-Mails klicken. Informationen zu unseren Datenschutzpraktiken finden Sie auf unserer Website.

We use Mailchimp as our marketing platform. By clicking below to subscribe, you acknowledge that your information will be transferred to Mailchimp for processing. Learn more about Mailchimp's privacy practices here.

Anzeige