Schriften des heiligen Thomas von Aquin kommen nach Regensburg Dr. Elisabeth Mader übergibt Bibliotheksdirektor Dr. Bernhard Lübbers die Fragmente. Foto: Staatliche Bibliothek Regensburg /Thomas Holz

Schriften des heiligen Thomas von Aquin kommen nach Regensburg

2 Minuten Lesezeit (314 Worte)

Thomas von Aquin (ca. 1224 – 1274) zählt zu den bedeutendsten Philosophen und Theologen des Mittelalters. Die Schriften des berühmten Dominikaners entfalteten besonders in der Scholastik eine kaum zu
überschätzende Wirkkraft. Nun hat die Staatliche Bibliothek Regensburg ein Fragment von einer der wichtigsten Schriften des „Doctor Angelicus“ geschenkt bekommen: ein Pergamentdoppelblatt der Summa
Theologiae des Kirchenvaters aus dem 13. Jahrhundert.

 

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Dr. Elisabeth Mader (Nittendorf) hatte das Blatt vor einigen Jahren bei einer Auktion erstanden und sich jetzt entschlossen, es für die Forschung zur Verfügung zu stellen. Bei einem kleinen Festakt anlässlich der
Übergabe erläuterte Bibliotheksdirektor Dr. Bernhard Lübbers anhand von Beispielen aus dem Bestand der Bibliothek, wie man sich die Buchproduktion des Mittelalters vorzustellen habe und welche Verwendung solche Fragmente in jener Zeit hatten. Anschließend stellte Prof. Dr. Erich Garhammer den Anwesenden Leben und Bedeutung des Heiligen vor. Bis heute seien die Auswirkungen seiner Theologie zu spüren. Das Blatt wird der Fragmentensammlung der Staatlichen Bibliothek Regensburg einverleibt und steht der wissenschaftlichen Forschung somit zur Verfügung.


Bibliotheksdirektor Dr. Bernhard Lübbers freute sich über den Bestandszuwachs für sein Haus: „Die Fragmente der Summa Theologiae des heiligen Thomas von Aquin stellen eine entscheidende Bereicherung
unserer bereits zahlreiche Fragmente umfassenden Sammlung dar. Wir freuen uns sehr, dass Frau Dr. Mader uns dieses wertvolle Relikt des Mittelalters überlassen hat. Wir werden es erschließen und so der
wissenschaftlichen Forschung zugänglich machen.“

Die Staatliche Bibliothek Regensburg zählt mit ca. 500.000 Medien zu den großen kulturellen Institutionen in Regensburg und der Region. Gegründet 1816 ist die Bibliothek mit mehr als 90.000 Drucken mit
Erscheinungsjahr vor 1800, mehr als 1.000 Handschriften und Autographen sowie etwa 7.000 Altkarten eine Schatzkammer des gedruckten Kulturerbes der Region. Sie verschließt sich aber auch der Transformation des anvertrauten Wissens in das digitale Zeitalter nicht. Neben vielen anderen Digitalisierungsprojekten wurden gemeinsam mit der Bayerischen Staatsbibliothek und Google etwa 70.000 urheberrechtsfreie Drucke digitalisiert und über den Onlinekatalog zur Verfügung gestellt. Damit nimmt die Staatliche Bibliothek Regensburg eine Spitzenstellung in der Bereitstellung digitaler Medien unter allen kulturellen Institutionen in der Bundesrepublik Deutschland ein. 

 

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