IMG_2459_ Fachbetreuer Thomas Heiland, Sicherheitsbeauftragter Adolf Bindl, Landrat Thomas Ebeling, Naturschutzwächter Markus Haas, die Schülerinnen Julia Färber und Lea Frankerl, das Mitglied der erweiterten Schulleitung Armin Erben und Schülerin Anita Silvestri freuen sich über die gelungenen zwölf großen Nistkästen für die geschütz-ten Hornissen. (c) by Hans Prechtl, Landratsamt Schwandorf

Schüler der Berufsschule bauen zwölf Hornissenkästen

2 Minuten Lesezeit (337 Worte)

Schwandorf. Das Landratsamt hat sich den Schutz der Hornissen zur Aufgabe gemacht. Um die örtlichen Hornissenberater in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit zu unterstützen, haben in den vergangenen Wochen Schüler der Klassen BIJ (Berufsintegrationsjahr) und der Abteilung Metall des Beruflichen Schulzentrums Oskar-von-Miller in Schwandorf zwölf Hornissenkästen gebaut.

Die Kästen wurden in der Aula der Schule an Landrat Thomas Ebeling übergeben. Dieser dankte der Schule für diese tolle Idee und sprach seine Anerkennung für die überaus gelungene Umsetzung aus. Die Hornissenkästen wurden auf Anregung des Fachlehrers Markus Haas, der auch Umweltschutzbeauftragter und Naturschutzwächter ist, aufgrund einer fachgerechten Vorlage von den Schülern mit Anleitung durch Fachlehrer Adolf Bindl mit den bei der Berufsschule vorhandenen Geräten individuell gestaltet und hergestellt. 

Es handelt sich um sogenannte „Mündener Nistkästen" als spezielle Nisthilfe für Insekten, um den Mangel an geeigneten Großhöhlen zu beheben. Diese Bauweise hat sich in der Praxis sowohl bei der natürlichen, selbstständigen Ansiedlung von Hornissen als auch bei der Umsiedlung von Völkern bewährt. „Die Sicherungsstange, die es in der Natur nicht gibt, erleichtert den Hornissen den Nestbau", erfuhr der Landrat, als er die Tür eines nagelneuen Nistkastens öffnete und den Innenraum in Augenschein nahm. 

Die Kästen werden im Sommer und Frühherbst dafür verwendet, Hornissenvölker von Orten zu entfernen, die von betroffenen Bürgern nicht akzeptiert werden können, etwa wenn die Hornissen in Rollladenkästen oder an Terrassentüren nisten.


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Die Hornisse zählt in Deutschland zu den besonders geschützten Tierarten. Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet es, bewohnte Nester von solchen wildlebenden Tieren der besonders geschützten Arten zu zerstören. Hornissen bauen ihre Nester bevorzugt in Hohlräumen. Da die natürlichen Nistmöglichkeiten wie hohle Bäume immer seltener werden, suchen sich die Hornissen Ersatzräume in Dachböden und Schuppen, unter Holzverkleidungen an Fassaden, in Vogelnistkästen oder Rollladenkästen. Im Regelfall lässt sich mit Hornissen recht gut auskommen, da sie anders als Wespen dem Essenstisch fernbleiben und nur wenige Monate von Juni bis Oktober aktiv sind. Beim ersten Frost sterben Hornissen- und Wespennester ab. Als natürliche Feinde von Wespen, Bremsen und Stechmücken bringen sie dem menschlichen Nachbarn zudem eine Erleichterung in den warmen Sommertagen.  


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