weinbeck3 Schulamtsdirektor Hofmann überreichte die Pensionierungsurkunde. Bilder von Karin Hirschberger

Wald. Nach 42 Jahren Schuldienst wurde Rektor Karl Weinbeck am Freitag in den Ruhestand verabschiedet. Dazu hatten sich die gesamte Schulfamilie und einige Ehrengäste in der Gemeindehalle in Wald versammelt.

Mit einem Spalier aus Ballons und Blumen erwartete die 9. Klasse den Rektor und seine Familie beim Eingang. Die 2. und 3. Klasse sangen ein Begrüßungslied und Konrektorin Lucia Wallaschek begrüßte die Festgäste. Unter den Gästen befanden sich auch Schulamtsdirektor Rudolf Hofmann, die Rektoren aus Roding, Walderbach und Zell sowie die Bürgermeister der Gemeinden Wald, Zell, Walderbach und Reichenbach. Auch ehemalige Kollegen waren gekommen und als Überraschungsbesuch kam die ehemalige Klasse aus Zell, mit der Karl Weinbeck 1977 seine Prüfung absolvierte.


Die Schülerinnen und Schüler präsentierten ein ideenreiches und vielfältiges Programm: Die 1. Klasse zeigte einen bayerischen Tanz, die Turnmäuse, unter der Leitung von Rita Deml, zeigten ihr Können und die gesamten Grundschulklassen sangen das Abschiedslied „Wir Kinder sagen Tschüss, Goodbye..". Auch der Tanz der 2. Klasse stand unter dem Motto „Goodbye". Schulamtsdirektor Hofmann sagte, es sei ein besonderer Tag, wenn man den Rektor in den Ruhestand verabschiede. Man habe immer gut zusammengearbeitet. Hofmann ließ die einzelnen Stationen von Karl Weinbeck Revue passieren. Seit seinem Start ins Lehrerleben in Rettenbach war Weinbeck auch in Zell, Neutraubling, Wiesent und Bernhardswald eingesetzt worden. 1998 wurde er Konrektor in Rettenbach und 2001 auch Rektor. Im Jahr 2005 wechselte er dann nach Wald, wo er seitdem prägend als Rektor tätig war. Abschließend überreicht er die Pensionierungsurkunde an Weinbeck.

Bürgermeister und Schulverbandsvorsitzender Hugo Bauer sagte, wer Karl Weinbeck kenne, wisse, dass er mit einem lachenden und einem weinenden Auge gehe. Er habe jetzt mehr Zeit für seine Familie und seine Hobbys, aber er verlasse auch die Schule. Die Zeit in Wald sei sehr ereignisreich gewesen, in den 14 Jahren gab es einen schulstrukturellen Wandel, und die Schule wurde saniert. Vor 14 Jahren waren 278 Schülerinnen und Schüler in Wald, heute sind es 91. 2009 wurde Wald Mittelschule und elf Jahre lang wurde saniert. Er betonte das Engagement von Weinbeck und freute sich über die gute Zusammenarbeit.

Elternbeiratsvorsitzender Thorsten Ernst sprach ebenfalls von einer hervorragenden, freundlichen und konstruktiven Zusammenarbeit. Die Kolleginnen der Grund- und Mittelschule Wald verliehen ihrem Rektor fünf Orden. Er wurde geehrt als Karl, der große Redner und Schreiber, der große Kollege und Allrounder, der große Computerversteher, der große Festorganisator und der Süße. Im Anschluss zeigten sie noch einen Film mit dem Titel „Die Wahrheit über Pauker".

Dann folgte die Geschenkübergabe. Zahlreiche Gratulanten reihten sich ein und wünschten alles Gute für die Pensionierung. Zu den Geschenken zählte auch einen hölzerne Bank zum Ausruhen im Garten. Er sei sprachlos und überwältigt, sagte der Rektor selbst. Das hätte es nicht gebraucht, aber es sei schön, dass es gemacht worden sei. Er dankte seinen Kollegen, den Schülern und allen Helfern. Er sei ein Glückspilz, denn er habe seinen Beruf bis zum letzten Tag sehr gerne ausgeübt. Die anwesende ehemalige 6. Klasse habe ihm geholfen, seinen Weg zu finden, und es freue ihn sehr, dass sie da seien.

In Zell habe er seine erste 2. Heimat gefunden und das Highlight sei dann die Rückkehr nach Wald gewesen. Er verabschiedete sich mit den Worten „Bis bald in Wald".

Abschließend gratulierten auch noch die Vorschulkinder des Hauses für Kinder Wald und alle Gäste sangen zusammen das Lied „Irischer Reisesegen".