Schulgeschichte hautnah: Besuch im Schulmuseum Fronau

Schulgeschichte hautnah: Besuch im Schulmuseum Fronau

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Das Schulmuseum Fronau hat am kommenden Sonntag, 30. Oktober noch von 14 bis 17 Uhr geöffnet, ab November ist dann Winterpause. Das Haus lädt zu einem Besuch ein, um zu zeigen wie das Schulleben früher war.

Im Schatten der Kirche zu Fronau steht ein altes Holzblockhaus, ein sogenanntes „Waldlerhaus“, das durch die Nähe zum Gotteshaus eine herausragende Stellung im Ortsbild hat. 1756 war dieses Haus als Schulhaus für Fronau erbaut worden. Fast hundert Jahre lang, bis 1851, als ein neues Schulgebäude entstand, unterrichteten die Schulmeister die Schüler in diesem kleinen Haus. Heute ist das alte Schulhaus unter der Trägerschaft des Landkreises Cham ein Schulmuseum, in dem die Arbeits- und Lebensbedingungen von Lehrern und Schülern im 19. Jahrhundert zu erfahren sind.

Schule und Kirche gehörten in früheren Jahrhunderten eng zusammen: Die Schule unterstand der geistigen Aufsicht der Kirche, der Lehrer war in der Regel über den Schuldienst hinaus in der Kirche als Mesner und Organist tätig. Diese Nähe zur Kirche ist in Fronau auch räumlich erfahrbar: Das Schulhaus liegt innerhalb der alten Mauer, die einst Kirche, Schulhaus und Friedhof umgab.

Im Fronauer Schulmuseum ist die Einheit von Schulzimmer und Lehrerwohnung unter einem Dach zu sehen: Neben dem Klasszimmer mit den alten Schulbänken, Lehrerkatheder, Schiefertafeln, Schulranzen und Tintenfässern aus der Zeit um 1900 befindet sich die Stube des Lehrers und eine Kammer, die dem Lehrer als Schlaf-, aber auch als Arbeitsraum diente. Die hier ausgestellte Schusterwerkstatt weist darauf hin, dass der Schulmeister gezwungen war, ein Handwerk auszuüben, um seine Familie zu ernähren, da er von dem spärlichen Schulgeld nicht leben konnte.

Kinder und Erwachsene können hier erfahren, wie es vor hundert Jahren in der Schule aussah.

Der Eintritt im Schulmuseum ist frei.


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