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Schuppenbrand greift auf Wohnhaus über

3 Minuten Lesezeit (602 Worte)
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Perlhütte bei Waldmünchen. Innerhalb kürzester Zeit stand am Freitagnachmittag erst der Schuppen in Brand - und dann griffen die Flammen auf das Haupthaus über. Die Feuerwehren kämpften - zusammen mit Einsatzkräften aus der Tschechischen Republik - mit massiven Kräften.

Um 13:51 Uhr alarmierte die Leitstelle Regensburg die Feuerwehren Waldmünchen, Höll, Hocha, Geigant, Treffelstein und Tiefenbach, sowie die Führungskräfte der Kreisbrandinspektion Cham zu einem Brand eines Schuppens nach Perlhütte gemäß Alarmstichwort B3. 


Der Schuppen, in dem Holz und ein Anhänger gelagert waren, stand innerhalb kürzester Zeit in Vollbrand. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte griff das Feuer bereits auf das Dach des angrenzenden Wohnhauses über. 


Umgehend ließ Kreisbrandmeister Andreas Bierl auf die Alarmstufe auf B4erhöhen. Somit erfolgte Alarm für die Feuerwehren Ulrichsgrün, Althütte, Prosdorf, Döfering, Rötz, Furth im Wald, Hiltersried, Pillmersried, Katzbach bei Geigant und Schönthal (teilweise Schlauchwagenzug Waldmünchen), die UG-ÖEL aus Loibling-Katzbach und der Fachberater THW aus Roding. 

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Zusätzlich rückten Großtanklöschfahrzeuge von den Feuerwehren Postřekov (Pössigkau), Chodov (Meigelshof) und ein Fahrzeug von der BerufsfeuerwehrDomažlice (Taus) aus der benachbarten Tschechischen Republik zusammen mit Dolmetscher Jarik Etzl an.

Insgesamt waren etwa 190 Feuerwehrkräfte im Einsatz, die von Einsatzleiter Stefan Nachtmann, Kommandant der FF Waldmünchen, zusammen mit Kreisbrandinspektor Norbert Auerbeck und den Kreisbrandmeistern Andreas Bierl und Christian Bauer koordiniert wurden.

Zwei Löschwasserleitungen wurden aus dem Hydrantennetz aufgebaut. Eine Wasserentnahme aus einem offenen Gewässerwar nicht mehr notwendig, daher kam der Schlauchwagenzug nicht mehr zum Einsatz und blieb einige Zeit in Bereitstellung.

Die Brandbekämpfung gestaltete sich nach Mitteilung der Feuerwehr etwas schwierig, „da sich das Brandobjekt in einer sehr engen Zufahrtstraße befand. Außerdem war auf dem Wohnhaus ein Blechdach angebracht. Zur Brandbekämpfung musste das Dach geöffnet werden. Dabei schlugen sofort wieder Flammen aus den geöffneten Dachabschnitten.“


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Ein hoher Verbrauch an Atemschutzflaschen machte den Einsatz des Gerätewagens Atemschutz aus Furth im Wald notwendig, welcher vor Ort für den Austausch der Flaschen sorgte, so die Feuerwehr weiter. Insgesamt kamen 25 Atemschutztrupps (je zwei Personen pro Trupp) zum Einsatz.

Nach den umfangreichen Löscharbeiten zum Teil über die Drehleiter konnte nach etwa 1,5 Stunden „Feuer aus" gemeldet werden. Die Nachlöscharbeiten dauerten jedoch noch bis in die Abendstunden, da immer wieder Glutnester aufloderten. Nachdem die letzten Glutnestern abgelöscht waren, wurden die geöffneten Dachluken von der Feuerwehr mit einer Plane abgedeckt, um weiteren Schaden durch Regen zu verhindern.

Die zwei Bewohner des Gebäudes zogen sich bei Löschversuchen leichte Verletzungen zu, wurden vom Rettungsdienst versorgt und ins Krankenhaus transportiert, berichtet die Feuerwehr weiter. Mehrere Rettungsfahrzeuge unter Leitung von Einsatzleiter Rettungsdienst Tobias Muhr waren im Einsatz.

Bürgermeister Markus Ackermann machte sich ebenfalls ein Bild von der Einsatzstelle und dankte den Einsatzkräften beiderseits der Grenze für die hervorragende Schlagkraft der Feuerwehr. „Die Zusammenarbeit beider Länder funktioniert nach wie vor problemlos, auch wenn aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie kein gemeinsamer Übungsbetrieb möglich ist“, bilanzieren die Wehren an dieser Stelle.

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