SPD: "Deutlich machen, wo wir hinwollen"

Bei der SPD-Kreiskonferenz im Gasthaus „Zum Wiesenbacher“ in Nabburg appellierte Vorsitzende Evi Thanheiser (Nabburg) an die Delegierten: „Lasst uns zusammenstehen, um sozialdemokratische Ziele verwirklichen zu können“. Sie wurde mit 100 Prozent der Delegiertenstimmen im Amt bestätigt.

Die Kreisvorsitzende erinnerte an die sozialdemokratischen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte und zeigte sich überzeugt: „Ohne die SPD-Landräte Hans Schuierer und Volker Liedtke wäre der Landkreis nicht da, wo er heute ist“. Bezirksvorsitzender Franz Schindler richtete „nach den schmerzlichen Ergebnissen bei den Kommunalwahlen“ den Blick nach vorne: „Wir müssen deutlich machen, wo wir hinwollen“. Die SPD sei gefordert, den Menschen Orientierung zu geben, auch im Landkreis Schwandorf.  Bürgermeister Armin Schärtl wünscht sich dazu „eine schlagkräftige Partei“.

Bezirksrat Volker Liedtke warnte vor einer Kostenexplosion bei der Integration unbegleiteter jugendlicher Flüchtlinge. Er geht davon aus, dass der Bezirk im nächsten Jahr für 400 junge Asylbewerber aufkommen müsse, ohne das Geld dafür zu haben. „Die Mehrkosten werden bis nach unten durchschlagen“, befürchtet der Altlandrat. Er appellierte an seine Partei, den Druck nach oben zu erhöhen und Bund und Länder zur Kostenübernahme aufzufordern.

„Die SPD ist bereit zu kämpfen“. Unterbezirksvorsitzende Marianne Schieder schwor die Delegierten auf die anstehenden Wahlkämpfe ein. Die Partei habe „für einen sozialen Ausgleich im Land“ gesorgt und müsse ihre Erfolge stärker herausstellen. „Ohne die SPD gäbe es keinen Mindestlohn“, zeigte sich Marianne Schieder überzeugt. Ihre Partei habe ferner maßgeblichen Anteil daran, dass es zu Verbesserungen bei der Pflege und bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gekommen sei, Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben teilhaben könnten, die Bildung stärker in den Fokus rücke, Leih- und Zeitarbeit zurückgedrängt  werde und die Forderung nach „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ nicht verstumme. Die Bundestagsabgeordnete machte deutlich: „Eine weitere Verlängerung der Lebensarbeitszeit wird es mit der SPD nicht geben“.

Vorsitzende Evi Thanheiser (Nabburg) erhielt bei den Neuwahlen alle 70 Delegiertenstimmen. Auch ihre Stellvertreter Ulrike Roidl (Schwandorf, 69) und Peter Wein (Burglengenfeld, 67) bekamen einen deutlichen Vertrauensbeweis.