Citymanagerin_Natalie-Schmiede-1_Foto-Schuierer Die neue Citymanagerin Natalie Schmiede Bild: © Maria Schuierer, Stadt Schwandorf

(Anzeige) Schwandorf. Der Blick von außen auf das Innere: So könnte man die Neubesetzung von Schwandorfs City-Manager beschreiben. Denn: Natalie Schmiede stammt aus Nordrheinwestfalen, genauer gesagt: aus Wermelskirchen, einer 35.000-Einwohner-Stadt nahe Köln. Umgesehen hat sich die 27-Jährige bereits und einen ersten Eindruck gewonnen: „Sehr malerisch", dieses Schwandorf, „geprägt durch viel Natur".


Die Stellenbeschreibung selber habe sie angesprochen: „Genau das, was ich im Studium gelernt habe." Natalie Schmiede hat Wirtschafts- und Urbane Geografie studiert, in Gießen und an der Humboldt-Universität in Berlin und dabei den „Master" erworben. Momentan konzentriert sie sich als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Justus-Liebig-Universität in Gießen auf die Fertigstellung ihrer Doktorarbeit im Bereich „Last Mile Logistics". Aus diesem Grund wird sie als City-Managerin von Schwandorf erst einmal in Teilzeit tätig werden und im Dezember in Vollzeit arbeiten.

Ganz allgemein stehen ökonomische Gesichtspunkte im Fokus eines City-Managers, wirtschaftliche Interessen und Funktionen zu bündeln, in enger Kooperation mit städtebaulichen Gegebenheiten und Verbesserungen, die es stets mit zu berücksichtigen gelte. Zurück zu Natalie Schmiede: Einzelhandels-, Mobilitäts- und Logistiklösungen, Innovationen in Grenzräumen, Digitalisierung sowie unternehmerische Standortwahl, all das waren die Schwerpunkte ihres Studiums. Dazu kommt, dass die neue City-Managerin mit den Verhältnissen einer Stadt wie Schwandorf vertraut sei. Das Wissen darum hat sie sich in einigen Praktika angeeignet. Schwandorf sei für sie, so betont Natalie Schmiede, „so etwas wie der Inbegriff einer typisch bayerischen Stadtlandschaft".

Bei der Vorstellungsrunde am Donnerstag im Rathaus sagte sie: „Ich freue mich auf abwechslungsreiche, anwendungsbezogene und herausfordernde Aufgaben, in denen ich mich mit einer ganzheitlichen, externen Betrachtungsweise aus Einzelhandel, Mobilität und Logistik für städtische Belange, Kultur und Tourismus einsetzen darf". Denn „die Neue" hat nicht nur die schönen positiven Aspekte im Blick, sondern auch die Leerstände sind ihr nicht entgangen und auch der heftige Durchgangsverkehr in der City ist ihr aufgefallen.

Oberbürgermeister Andreas Feller hieß Natalie Schmiede willkommen und meinte bezüglich der Größe von Schwandorf: „Größe allein sagt ohnehin nichts aus. Wir müssen für uns selbst funktionieren und attraktiv auch für das Umland sein." Unter den 30 Bewerbern und Bewerberinnen hatte sich Natalie Schmiede durchgesetzt, nicht allein durch ihr sicheres Auftreten, sondern auch in Sachen Kompetenz. „Man hatte den Eindruck, sie würde schon ein, zwei Jahre hier leben, so gut war sie vorbereitet", betonte Armin Rank, Leiter der Stabsstelle Wirtschaftsförderung. Notwendig geworden war die Besetzung der Stelle des City-Managers durch das Ausscheiden von Roland Kittel, der langjährige Vorgänger von Schmiede.

Viele Aufgaben warten auf Natalie Schmiede, die sich zügig einarbeiten wolle und dazu viele Gespräche führen möchte. 

Die Stadt Schwandorf heißt Natalie Schmiede herzlich willkommen (von links): Armin Rank, Natalie Schmiede, Birgit Karg, Andreas Feller, Paul Bäßler und Vera Dehling           Bild: © Maria Schuierer, Stadt Schwandorf