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Segnung_Kinderhaus_Johanniter_Wackersdorf_1 Kirchlicher Segen für das neue Kinderhaus durch die beiden Geistlichen, zusammen mit Vertretern der Johanniter, unter ihnen Regionalvorstand Martin Steinkirchner (Dritter von rechts), Bürgermeister Thomas Falter (Sechster von links), Erzieherinnen, Elternbeirat und Architekt Christian Gruber (rechts) alle Bilder © Ingrid Schieder

Start der „Weltgestalter“ mit kirchlichem Segen

4 Minuten Lesezeit (785 Worte)

Wackersdorf. Öfter wanderten die Blicke gen Himmel, doch das kühle Nass von oben blieb glücklicherweise aus. Lediglich ein paar Tropfen vom Weihwasser traf die Anwesenden beim kirchlichen Segen des neuen Kinderhauses der Johanniter. „Weltgestalter", heißt das jüngste Projekt, das unter der Trägerschaft der Johanniter steht.


Eigentlich sollte der Betrieb früher starten, doch landab und landauf grassierte das Corona-Virus und legte den Zeitplan auf Eis. Susanne Pritzel, Einrichtungsleitung im Johanniter-Kinderhaus „Weltgestalter" erinnerte bei der Eröffnungsfeier am Dienstagnachmittag an die damit verbundenen Herausforderungen mit der Öffnung im November letzten Jahres, zunächst mit einer Notbetreuung. „Doch seit Juni sind wieder alle Kinder da", freute sich Pritzel, die die Gäste auf die aktuellen Corona-Maßnahmen bzw. deren Einhaltung hinwies. Die Kinder waren mit ihren Eltern gekommen und präsentierten ein Lied mit gekonnter Gestik.

Bürgermeister Thomas Falter sagte, zunächst ging es um die Wahl des Standorts. Die Wahl sei schließlich auf die Nähe des Baugebiets gefallen, auf dem sich Familien ansiedeln. Die Gemeinde verfüge zusammen mit den Kitas „Regenbogen" in Wackersdorf und „Kunterbunt" in Heselbach über 175 Kindergarten- und 60 Krippenplätze, so das Gemeindeoberhaupt. Die beiden Bestands-Kitas werden durch die Gemeinde selber verwaltet, die „Weltgestalter" stehen unter der Trägerschaft der Johanniter.

2,3 Millionen seien verbaut worden, wobei man eine Förderung erhalten habe. Sein Dank galt den Johannitern für die gute und langjährige Zusammenarbeit, Einrichtungsleitung Susanne Pritzel, dem Elternbeirat, der Gemeindeverwaltung und dem Gemeinderat und nicht zuletzt auch den Nachbarn, da die Baumaßnahme mit gewissen Einschränkungen für sie einhergegangen sei. Es sei eine kindgerechte und moderne Einrichtung geworden. „Da möchte man selber Kind sein", freute sich Falter über den gelungenen Bau. „Die Kinder haben ein wunderbares Kinderhaus bekommen." Mitgebracht hatte er für die Kleinen vier Bobbycars, die sofort für kleine Rundfahrten genutzt wurden.

Martin Steinkirchner, Regionalvorstand der Johanniter-Unfallhilfe, dankte für das Vertrauen in die Trägerschaft der Johanniter. Die Zusammenarbeit mit der Kommune laufe hervorragend. Mitgebracht hatte er für die Kinder zwei Wimmelbücher. Und für die Menschen, die das Herz dieser Einrichtung bilden und sie zum Leben bringen, überreichte er Sonnenblumen an das Team der „Weltgestalter".

Architekt Christian Gruber erläuterte beim Rückblick aus seiner Sicht die Anfänge der Maßnahme bis zur Fertigstellung. Im Vordergrund sei die Funktionalität gestanden, ein modernes, zeitloses Gebäude sollte entstehen, das optimierte Arbeitsläufe gewährleiste. Zweigeschossig sei es errichtet worden.

Das Kinderhaus beherberge eine Kindergartengruppe mit 25 Plätzen, Kinder, die sich im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt bewegen, sowie eine altersgemischte Gruppe für bis zu 20 Kinder im Alter von einem bis vier Jahren. Auch Kinder mit Behinderung bzw. besonderem Förderbedarf können hier betreut werden. Bereits im Frühjahr 2019 habe die Gemeinde Wackersdorf die Trägerschaft an die Johanniter in Ostbayern und damit erstmals an einen externen Träger vergeben. Für die Eltern und deren Kinder ändere sich dadurch nichts: Beitragssatz, Kindergartenordnung sowie Öffnungs- und Schließzeiten sowie die Aufnahmekriterien orientierten sich an den gemeindlichen Einrichtungen, wie es in der Presseverlautbarung der Johanniter heißt.

Die Kommune habe rund 1,9 Millionen Euro in den Bau, weitere 300.000 Euro in die Außenanlagen und zuletzt 145.000 Euro in eine neue Zuwegung zu den Wohnbaugebieten im Südwesten Wackersdorfs. Im direkten Umfeld junger Familien reagiert die Gemeinde mit dem dritten Kinderhaus frühzeitig auf den steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen.

Pfarrvikar P. Beschi Savarimuthu OSB von katholischer Seite, sowie Pfarrer Arne Langbein von der evangelischen Kirche, spendeten dem Kinderhaus den kirchlichen Segen. Der katholische Geistliche sagte, dass hier in der Einrichtung Respekt, Toleranz, fairer Umgang, Konfliktfähigkeit vermittelt würden. Die Kinder können sich hier entfalten und lernen, ihr Leben in die Hand zu nehmen. Er gratulierte zur Eröffnung des Kinderhauses und wünschte Gottes Segen. Pfarrer Arne Langbein verwies auf eine Geschichte von Jesus und den Kindern. Die Apostel wollten die Kinder von Jesus wegdrängen, damit sie ihn nicht belästigten. Doch Jesus meinte, dass man die Kinder zu ihm kommen lassen soll, denn ihnen gehört das Himmelreich. Langbein meinte, das Reich Gottes könne bereits hier und jetzt verwirklicht werden. Doch man müsse es sich schenken lassen. Zur Bezeichnung „Weltgestalter" meinte er, das Problem sei, dass die Welt schon gestaltet worden sei: „Und jetzt haben wir den Dreck." Jetzt gehe es darum, dass die Welt wieder schöner gestaltet werde. Dazu solle auch der christliche Glauben vermittelt werden. Religions-Pädagogin im Vorbereitungsdienst, Karin Hauenstein, hatte die evangelische Kirchenmaus mitgebracht, die auch einige Worte an die Kinder richtete: „Die Erwachsenen haben nun genug gesagt."

In diesem Sinne konnte das Kinderhaus von den Gästen in Augenschein genommen werden, der Elternbeirat hatte für ein reichhaltiges Kuchenbuffet gesorgt. Zur Wahl stand auch Herzhaftes mit Bratwurstsemmeln.

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