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"Steinberger Kugel": Bisher läuft alles rund

"Steinberger Kugel": Bisher läuft alles rund

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Der Weg zum geplanten Erlebnisprojekt „Steinberger Kugel“ ist nun auch vonseiten der Verwaltung abgesegnet. Der Steinberger Gemeinderat hatte am Dienstag grünes Licht für den Änderungsbeschluss gegeben; am Donnerstag luden die Organisatoren dafür zu einem Pressegespräch ein.

„Ein Projekt wie dieses war für uns alle das ‚Erste Mal‘“, sagte Bürgermeister Harald Bemmerl über die Entstehungsgeschichte des neuartigen Mehrgenerationenparks. Man kann sich die erstaunten Gesichter fast bildlich vorstellen, als die Mitglieder des Planers inMotion Park vor drei Jahren der Gemeinde vorschlugen: „Wir wollen eine vierzig Meter hohe Kugel an den Steinberger See bauen.“ Überzeugt hatte die Gemeinderäte dann schließlich, dass das rund fünf Millionen teure Projekt nicht nur von Investoren finanziert, sondern von diesen auch betrieben werden sollte. Frühe Gespräche mit allen Teilnehmern und größtmögliche Transparenz im Verfahren waren den Organisatoren dabei sehr wichtig.

Die Riesen-Kugel, die aus Lärchenholz in offener Konstruktion gebaut werden soll, stelle laut Bemmerl einen weiteren großen Schritt in der kontinuierlichen guten Entwicklung der Gemeinde Steinberg am See dar, die bereits Anfang der achtziger Jahre begonnen hat. Dass das Projekt auch komplett durchfinanziert ist – EU-Förderungen sind zwar beantragt und willkommen, jedoch nicht spielentscheidend –, kommt auch bei den betroffenen Anwohnern und Grundstücksbesitzern gut an. So fasste Bemmerl die Stimmung bei den örtlich Mitwirkenden scherzhaft mit einem Zitat zusammen: „Wir haben uns an die Schaufelradbagger gewöhnt, dann werden wir uns auch an eine Kugel gewöhnen.“

Im Anschluss stellten die Hauptverantwortlichen von inMotion Park, Kim Kappenberger und Tom Zeller, das Kugel-Projekt nochmals im Detail vor. Es soll eine innen und außen begehbare Sphäre entstehen, bei der auf verschiedenen Stationen Übungen im Bereich Geschicklichkeit und Beweglichkeit absolviert werden können (aber nicht müssen). Im Inneren kann man von der Plattform am „Nordpol“ in einer Spiralrutsche vierzig Meter in die Tiefe gen Süden gleiten. Außerdem sollen ähnlich unseres Erdballs aus den verschiedenen Kontinenten Informationstafeln aufgestellt werden, jedoch „ohne missionarischen Gedanken“, wie Zeller es ausdrückte.

Auf dem gut 19.000 Quadratmeter großen Gelände um die Kugel herum sollen weitere Ruhe-Oasen entstehen sowie die lokale und überregionale Gastronomie eingebunden werden. Außerdem entsteht ein dauerhaft angelegter Markt mit ausschließlich regionalen Produkten. Die Begehung des Parks ist kostenfrei; der Besuch in der Kugel soll acht Euro kosten. Für Kinder und Gruppen soll es Ermäßigungen geben. Die Organisatoren rechnen mit einer Besucherzahl von etwa 150.000 im Jahr.

Baubeginn soll im kommenden Jahr sein. Die Eröffnung der Kugel ist für das Frühjahr 2018 geplant.

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