kindergarten2 Im September war die Situation im Kindergarten noch etwas entspannter. Bild: © Karin Hirschberger

Veranstaltungen und Gruppenelternabende finden im „Haus für Kinder Wald" im Moment nicht statt.

Für Mittwoch, Donnerstag und Freitag war im Haus für Kinder Wald das Kastanienfest geplant, zwei Mal an jedem der drei Tage hätte es in Hirschenbühl stattfinden sollen, jede der sechs Gruppe hätte es gefeiert. Durch die aktuelle Verschärfung der Corona-Situation musste das Fest nun entfallen. Man sei sehr vorsichtig, schließlich wolle man eine erneute Schließung mit allen Mitteln verhindern. Im Moment werden 126 Mädchen und Jungen im Haus für Kinder betreut, 58 davon bekommen ein Mittagessen, im Januar sind dann alle Plätze besetzt mit 133 Kindern. Es gibt auch bereits eine Warteliste. 

Aber der Kindergarten hat schon eine neue Idee: Das Kastanienfest to go, jedes Kind erhält eine Tüte mit Kastanien, Bastelideen und einem Lied. Auch der Maroni-Mann, der für das Kastanienfest eingeplant war, wird zu einem späteren Zeitpunkt, wenn dies möglich ist, nach Wald kommen und die Mädchen und Jungen können ihn gruppenweise besuchen. Der Start ins Kindergartenjahr 2020/2021 war noch recht unbeschwert. 

Vorsichtshalber ging der Kindergarten bereits im September freiwillig auf Stufe Gelb, da es sich um eine große Einrichtung handelt, es sehr viele Berührungspunkte gibt und sehr viele Familien von einer Schließung betroffen wären. Stufe Gelb bedeutet, alle Mitarbeiter arbeiten mit Maske, es gibt feste Gruppen, auch das Essen findet in den Gruppen statt. Es wurden die Personalpläne angepasst, damit so wenig Vermischung wie möglich zwischen den Gruppen stattfindet. Für große Teambesprechungen, das Haus für Kinder zählt 24 Mitarbeiterinnen, kann die Gemeindehalle genutzt werden. Hierfür sei man der Gemeinde Wald sehr dankbar, so Kindergartenleiterin Birgit Hierl. Es gab auch schon Besprechungen über Video und auch andere Medien werden genutzt, wie die Kindergarten-App. Dies heißt auch, dass der Kindergartenbus im Moment nicht eingesetzt werden kann, da die 14 Buskinder in alle fünf Gruppen aufgeteilt sind. Natürlich soll auch hier eine Vermischung vermieden werden. Es gibt im Moment auch zwei separate Eingänge, es wird stündlich 10 Minuten gelüftet, die Handhygiene eingehalten und die Eltern dürfen nicht in die Einrichtung. 

Der Walder Kindergarten folgt auch den Empfehlungen der Regierung mit viel Bewegung im Freien. Auch wenn das Wetter nicht immer ganz so gut ist, sind die Kinder viel draußen. Der Jahresplan des letzten Kindergartenjahres „Den Jahreszeiten auf der Spur" wurde auch für dieses übernommen, schließlich hatte man letzten Winter kaum Schnee und dann kam Corona. Es gibt aber neue Schwerpunkte wie zum Beispiel Igel und Kastanie. Trotzdem werde im Kindergarten alles gemacht, was den Kindern Spaß macht. Es finden zum Beispiel die Naturtage mit dem Ranger statt. Im Moment laufen die Planungen für St. Martin. Hier wird noch nach einer Lösung gesucht, ob es einen Laternenzug gibt, hängt auch vom Infektionsgeschehen ab. Birgit Hierl freut sich auch über das Engagement des Elternbeirats, dieser ist noch vom letzten Jahr im Amt. 

Das Kindergartenpersonal ist aber auch sehr gut ausgebildet. Sie selbst hat eine Weiterbildung als Inklusionsfachkraft erfolgreich abgeschlossen. Eine Mitarbeiterin macht gerade die Weiterbildung zur Waldkindergartenpädagogin und es gibt acht Krippenpädagoginnen in der Einrichtung. Sollte Stufe Rot kommen, müssen die Gruppen halbiert werden, was aufgrund der aktuellen guten Personalsituation auch möglich wäre. Im September fand auch eine Reihentestung des Personals statt und in Absprache mit dem Arzt wird sie auch wiederholt. Die Gruppenelternabende sind abgesagt, der Vorschulkinderelternabend im November kann eventuell in der Gemeindehalle und online stattfinden.