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Nabburg. Am Sonntag, 27. Dezember 2020, hat das Impfteam des Impfzentrums Nabburg seine erste Fahrt angetreten, um Personen der höchsten Prioritätsgruppe die ersten Dosen des Impfstoffes gegen Covid19 zu verabreichen.


Der Schwandorfer Landrat Thomas Ebeling fand sich dazu am ehemaligen NabburgerKreiskrankenhaus ein, um Dr. Richard Bugl und seinen Assistenten alles Gute zu wünschen und für ihren Einsatz zu danken. 

Dass das Impfzentrum Nabburg nun seinen Betrieb offiziell aufgenommen hat, bezeichnete Ebeling als „ganz besonderen Moment im Kampf gegen Corona", der nicht zuletzt wegen der kurzen Vorbereitungszeit eine bemerkenswerte Leistung aller Beteiligten darstelle.

Dr.
Bugls erstes Ziel war die Spitalstiftung Marienheim in Neunburg vorm Wald. Die Impfdosen kommen beim Zentrum nicht mehr gefroren an, was eine immense Verteilungs- und Verabreichungslogistik erforderlich macht, damit der Wirkstoff innerhalb kurzer Zeit unter Zuhilfenahme einer tragbaren Kühlbox an den jeweiligen Bestimmungsort gebracht und verwendet werden kann.

Derzeit, so hieß es vor Ort, würden nur Menschen geimpft, die ebne jener Prioritätsgruppe angehören und die dies auch belegen können. Namentlich sind dies Heimbewohner, Personal der ambulanten Pflege, kritische Bereiche in Krankenhäusern und Mitarbeiter der Rettungsdienste. Sollte es bei den mobilen Impfeinsätzen zu Ausfällen kommen, so verfallen die zugedachten Impfdosen nicht. Stattdessen kommt die Vakzindosis dann einem auf einer eigenen Liste notierten Ersatzimpfling zugute.

Bislang sind an diesem Wochenende die ersten 100 Impfdosen geliefert worden, weitere sind für nächste Woche angekündigt. In den zurzeit vorgesehenen Einrichtungen wie dem Marienheim Neunburg sprach der Pfreimder Mediziner Dr. Bugl von „überwältigend hoher Impfbereitschaft." Von 66 Bewohnern im Marienheim habe man 65 Unterschriften zur Teilnahme an der Impfung gehabt. Bei den 43 Mitarbeitern seien auf jeden Fall schon 40 dafür bereit. „Davon war ich völlig begeistert", sagte Dr. Bugl vor seinem Aufbruch.

Der weitere Impfbetrieb wird ab kommender Woche aufgenommen. Man kann sich derzeit online über folgenden Link um eine Terminvereinbarung bemühen:

https://www.terminland.de/impfzentrum-schwandorf/

Ab Januar wird es eine eigene Impfseite auf der Website des Freistaates Bayern geben. Auch per Telefon kann man sich im Impfzentrum Nabburg ab Montagnachmittag melden unter 09433 / 318 9510. 

Zur Schonung der zur Verfügung stehenden Ressourcen bittet man jedoch um eine überwiegend online stattfindende Anmeldung. Dabei können auch gleich wichtige Dokumente vorab ausgedruckt, gelesen und ausgefüllt werden. Es erfolgte noch der Hinweis, dass jeder Impfling für den vollen Impfschutz zwei Dosen benötigt, die im Abstand von zwei Wochen verabreicht werden müssen.

Im Impfzentrum selbst führte dessen Leiter Dr. Moritz Maenner durch die Räume und erläuterte den Ablauf für den Patienten. Demnach bewegt man sich in einem Einbahnstraßensystem, sodass unnötige Begegnungen von Patienten auf den Korridoren entfallen. Der Weg führt dann vom Ankunftsraum, in welchem ein Film über den Ablauf des Impfvorgangs in Nabburg gezeigt wird, in die einzelnen Behandlungsräume. Stets überwache man dabei – sowohl in Nabburg als auch ambulant – Kreislauf und Gesamtbefinden der Impflinge, so Dr. Maenner.

Schließlich gab es noch einen Blick in den großen Kühlschrank, wo bald noch mehr Impfstoff zwischengelagert sein wird. Dr. Bugl nannte den Startschuss für das Impfzentrum Nabburg am Sonntag „einen großen Schritt im Sieg gegen Corona".