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20201026_150229a_edited von links: Christa Weiß, Thomas März-Kronfelder, Tanja Schweiger, Ludwig Artinger, Andrea Dobsch, Bruno Schleinkofer

Tiergestützte Therapie: Lagebericht zum geplanten Zentrum

3 Minuten Lesezeit (554 Worte)
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Zeitlarn/Regenstauf. Der „Verein für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V." (vkm) stellte am Montag, den 26. Oktober am Rathaus in Zeitlarn den Planungsstand für das neue Zentrum für tiergestützte Therapien (Theo) in der Zeitlarner Flurlage „Winkeläcker" an der Gemeindegrenze zu Regenstauf vor. Vorsitzende Christa Weiß freute sich, dass Landrätin Tanja Schweiger, Regensburgs Bürgermeister Ludwig Artinger, Zeitlarns Bürgermeisterin Andrea Dobsch und Regenstaufs zweiter Bürgermeister Bruno Schleinkofer der Einladung zur Präsentation gefolgt sind. Theo ist jetzt auch im Internet zu erreichen unter www.theo-ostbayern.de

Der vkm hat seit mehr als 30 Jahre Erfahrung mit therapeutischem Reiten. „Unser Angebot ist derzeit allerdings auf Reiterhöfen nur eingeschränkt möglich. Dort geht es vorrangig um Freizeitgestaltung und Sport", berichtet Vorsitzende Christa Weiß. Dabei kann der Bedarf an tiergestützten Therapien bei Weitem nicht gedeckt werden. Künftig sollen sie im neuen Zentrum für Menschen mit körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen ermöglicht werden. Tiere sprechen bei den Menschen alle Sinne an. Ob groß oder klein, Tiere motivieren, faszinieren, sie erzeugen Respekt und Glücksmomente. Sie bringen die Menschen zum Lachen, sie wecken neuen Lebensmut, Zutrauen und stärken das Sozialverhalten.

Tipps und Trends für Sie

Mehr als zehn Jahre war der Verein auf der Suche, bis er in Zeitlarn fündig geworden ist. Weitere vier Jahre dauerte das planungsrechtliche Verfahren, bis dann im September 2020 der vkm mit der Stadt Regensburg als Eigentümerin der knapp vier Hektar großen Fläche einen Erbpachtvertrag notariell beurkunden konnte. Projektleiter Thomas März-Kronfeld stellte den derzeitigen Planungsstand vor. „Die Ehrenamtlichen haben dazu in den vergangenen vier Jahren einen engagierten Einsatz dabei geleistet", betonte er. Es ist ein ehrgeiziges Projekt, das Investitionen in Höhe von etwa 3,5 Millionen Euro erfordert. Da nach derzeitigem Stand lediglich etwa 0,5 Mio € Fördermittel zu erwarten sind, ist das vkm-Team auf etwa drei Millionen Spenden angewiesen und setzen dabei auf die Spendenfreude der Menschen in Ostbayern und die erforderliche Mitarbeit der Ehrenamtlichen.



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Auf einer Fläche von etwa einem Hektar sind eine große Mehrzweckhalle mit behindertengerechter Ausstattung und speziellen Hilfsmitteln vorgesehen, des Weiteren ein Sozialgebäude mit Therapie- und Gemeinschaftsräumen, sowie Räume für Gruppentherapien. Für etwa zehn Therapiepferde, für Alpakas, Esel und Schafe sind Stallungen eingeplant. Unterschiedliche Tierarten haben unterschiedliche Aufforderungsprofile, deshalb wird es auch eine Halle für Kleintiere wie z. B. Kaninchen, Meerschweinchen, Hunde und Federvieh geben. Um das Angebot abzurunden, sollen Räume für Diagnostik und Gespräche zur Vor- und Nachbereitung der jeweiligen Therapien zur Verfügung stehen. In unmittelbarer Nachbarschaft plant der „Verein zur Förderung krebskranker und körperbehinderter Kinder Ostbayern" (VKKK) ein Nachsorgezentrum. Beide Vereine sehen dabei erfolgversprechende Synergieeffekte.

„Ich stehe dem Verein sehr nahe" sagte Pferdeliebhaberin Tanja Schweiger und freut sich über das neue Zuhause des Therapiezentrums. Sie dankte dem vkm für das Engagement, das er für die ganze Region leistet und wünschte wie alle Teilnehmer dem Verein viel Erfolg. „Es freut mich, dass die Stadt Regensburg einen Beitrag zu ihrem Projekt leisten konnte, es betrifft ja auch die Menschen in der Stadt und nicht nur in der Region", meinte Bürgermeister Ludwig Artinger. Bürgermeisterin Andrea Dobsch freute sich über ein solches Leuchtturmprojekt in ihrer Gemeinde und sicherte zu: „Die Gemeinde wird die Bauleitplanung zügig voran treiben um die baurechtlichen Voraussetzungen zeitgerecht zu schaffen. Zweiter Bürgermeister Bruno Schleinkofer erklärte: „Was Regenstauf bieten kann, da sind wir gerne bereit, das Projekt unterstützen".

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