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Tötungsdelikt in Maxhütte: Tatverdächtiger (44) ist "polizeibekannt"

Tötungsdelikt in Maxhütte: Tatverdächtiger (44) ist "polizeibekannt"

2 Minuten Lesezeit (484 Worte)

Die Kriminalpolizei Amberg führt umfangreiche Ermittlungen gegen einen 44-Jährigen wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes zum Nachteil einer 59-jährigen Frau. Der Tatverdächtigte konnte nach einer Verfolgungsfahrt vorläufig festgenommen werden.

 

 

Am Dienstag, 30.05.2016, kurz vor 9:00 Uhr meldeten Anwohner eines Mehrfamilienhauses in Maxhütte-Haidhof eine lautstarke Auseinandersetzung zwischen einer Frau und einem Mann. Eine Streife der Polizeiinspektion Burglengenfeld begab sich unmittelbar daraufhin zu der Adresse und fand dort eine schwerstverletzte 59-jährige Anwohnerin auf. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verstarb die Frau kurz darauf am Einsatzort.

Bereits zu diesem Zeitpunkt ergaben sich Anhaltspunkte auf einen gewaltsamen Tod der Frau. Zudem gab es erste Hinweise auf einen 44-jährigen Tatverdächtigen aus Maxhütte-Haidhof und auf einen von ihm benutzten schwarzen VW Polo. Es wurden daraufhin großangelegte Fahndungsmaßnahmen unter Einbindung aller verfügbaren Streifen nach dem Mann bzw. dessen Fahrzeug ausgelöst.

Im Rahmen dieser Fahndung konnten Polizeibeamte den VW Polo gegen 09:45 Uhr sichten. Der 44-jährige Fahrer widersetzte sich in der Folge mehrfach den Anhalteaufforderungen der Beamten und flüchtete mit seinem Fahrzeug über eine Strecke von etwa 40 Kilometern durch die Landkreise Schwandorf und Cham. Hierbei kam es auch zu verschiedenen Gefahrensituationen im Straßenverkehr. Verkehrsteilnehmer, die am Dienstagvormittag die in dem Bereich durch einen schwarzen VW Polo gefährdet oder geschädigt wurden, sind dringend aufgefordert, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Nach einer etwa 30 Minuten andauernden, scheinbar ziellosen Verfolgungsfahrt, an der etwa 20 Streifenwägen und ein Polizeihubschrauber beteiligt waren, verlor der 44-Jährige im Bereich Thanstein gegen 10:15 Uhr die Kontrolle über sein Fahrzeug und schleuderte in eine Böschung. Er konnte daraufhin widerstandslos festgenommen werden. Der Mann verletzte sich durch den Verkehrsunfall leicht und wurde ambulant ärztlich versorgt.

Im Fahrzeug des Flüchtigen fanden die Einsatzkräfte eine Schusswaffe, deren Tatrelevanz es nun zu prüfen gilt. Ob der Mann die Waffe berechtigt im Besitz hatte, ist nun ebenfalls Teil der polizeilichen Überprüfungen.

Die Kriminalpolizeiinspektion Amberg veranlasste in dem Tatortanwesen eine detaillierte Spurensicherung, zudem führten die Beamten erste Befragungen und Vernehmungen im Umfeld und bei Kontaktpersonen durch. Am Tatanwesen fand sich zudem der Leiter der Staatsanwaltschaft Amberg ein, um sich ein Bild von den Geschehnissen zu machen und die erforderlichen Maßnahmen zu koordinieren.

In enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Amberg wurde noch am Dienstagnachmittag eine Obduktion des Leichnams der Frau im Institut für Rechtsmedizin Erlangen angeordnet. Das Ergebnis dieser Untersuchung liegt derzeit noch nicht vor.

In einer ersten polizeilichen Vernehmung am Dienstagnachmittag machte der Mann umfangreiche Angaben, die den Tatverdacht gegen ihn weiter erhärteten.

Angaben zu Hintergründen oder dem genauen Tatablauf können derzeit, auch mit Blick auf das laufende Ermittlungsverfahren, nicht gemacht werden.

Der Tatverdächtige und das Opfer kannten sich bereits. In welcher Beziehung sie zueinander standen, ist nun ebenfalls Teil der polizeilichen Ermittlungsarbeit.

 In enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Amberg wird nun auch die Haftfrage hinsichtlich des Tatverdächtigen geklärt. Voraussichtlich wird der polizeibekannte Mann am Mittwoch dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Amberg zur Entscheidung vorgeführt. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt er in polizeilicher Obhut.

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