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Tracht betrachtet – Ausstellung im Wallfahrtsmuseum geht zu Ende

Tracht betrachtet – Ausstellung im Wallfahrtsmuseum geht zu Ende

2 Minuten Lesezeit (342 Worte)

Nur noch bis zum 3. Oktober ist im Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut die Ausstellung „Tracht betrachtet“ zu sehen, die Wege der Trachtenforschung und Trachtenpflege zwischen Hohenbogenwinkel und Zellertal seit dem ausgehenden 19. bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts nachzeichnet. Drei Persönlichkeiten und ihre Einstellung zur „Trachtensache“ werden mit Fotografien, Zeichnungen, Aquarellen, Archivalien und Trachtenstücken skizziert. Der in Eschlkam geborene Schriftsteller Maximilian Schmidt, genannt Waldschmidt (1832-1919), der Trachtenforscher und Künstler Oskar von Zaborsky (1898-1959) und der Trachtenpfleger Conrad Krämer (1879-1962), als „Ostmark-Onkel“ bekannt, formten mittels ihrer Schriften und Aktivitäten weit über den Bayerischen Wald hinaus das Bild der Tracht dieser Region.

Waldschmidt organisierte 1895 einen historischen Trachten-Festzug anlässlich des Münchener Oktoberfestes, an dem auch zahlreiche Trachtenträger aus der Oberpfalz teilnahmen. Wegen seines Interesses an Volkstrachten wurde er auch „Kostüm-Schmidt“ genannt.

Der in Prag, Weimar und Berlin ausgebildete Volkskundler und Künstler Oskar von Zaborsky lebte und arbeitete seit 1946 in Leckern bei Kötzting und führte seine schon in den 1930er Jahren begonnene Trachtenforschung und Trachtenerneuerung im Bayerischen Wald / Böhmerwald und in der Oberpfalz fort. Eng damit verbunden ist die Sammeltätigkeit und Förderung der Trachtenvereine von Conrad Krämer aus Kötzting, der einer der populärsten „Volkstrachtenträger“ Bayerns wurde.

Die Ausstellung in Neukirchen b. Hl. Blut ist Teil eines oberpfalzweiten Projektes, bei dem von Frühjahr bis Herbst 2016 neun Museen der Oberpfalz zusammen mit der Bezirksheimatpflege Oberpfalz das heimatliche Gewand aus unterschiedlichen Blickwinkeln präsentieren. Unter dem gemeinsamen Titel „Tracht im Blick – die Oberpfalz packt aus“ beleuchten die Museen dieses Ausstellungsprojekts das Phänomen jeweils von einer anderen Seite. In der Schausammlung des Wallfahrtsmuseums ist darüber hinaus der Trachtenschmuck der Antiquitätenhändlerin Kreszenz Madl (1870-1958) aus Neukirchen b. Hl. Blut zu sehen: silber- und goldfiligrane Kropfketten, Ringe, Geschnürstifte, Broschen und Anhänger sowie Rosenkränze.

WALLFAHRTSMUSEUM N EUKIRCHEN B. HL.BLUT

Tracht betrachtet: Waldschmidt, Oskar von Zaborsky und der „Ostmark-Onkel“

Ausstellung vom 07.04. bis 03.10.2016

Marktplatz 10 • 93453 Neukirchen b. Hl. Blut

Tel. 09947 94 08 23 • www.wallfahrtsmuseum.de

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9–12 und 13–17 Uhr

Samstag, Sonntag, Feiertage (auch 3. Oktober) 10–12 und 13–16 Uhr

 

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