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VIDEO: Goldfieber in Oberviechtach

VIDEO: Goldfieber in Oberviechtach

4 Minuten Lesezeit (838 Worte)

Oberviechtach. Prächtig glänzend, edel und wertvoll – Gold genießt bei den Menschen schon seit jeher einen hohen Stellenwert. In Oberviechtach spielt es sogar eine ganz besondere Rolle – genauer gesagt, die Hauptrolle in einem Imagefilm, den das Video-Portal Ostbayern HD derzeit dem großen Thema Gold in und um Oberviechtach widmet.

Gedreht wurde im nachgebauten Bergwerksstollen des Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseums ebenso wie draußen vor Ort am Gold-Lehrpfad und beim Goldwaschen.

Allerlei Mythen ranken sich um das edle Metall, das die Menschen seit Jahrtausenden fasziniert. Die Gegend um Oberviechtach steht seit Jahrhunderten im Zeichen des Goldes – als ältester urkundlich belegter Goldbergbau in der Oberpfalz nachgewiesenermaßen bereits seit dem 14. Jahrhundert. Zu verdanken haben die Oberviechtacher die goldenen Aspekte ihrer Stadthistorie wohl den Venezianern. Sogar noch vor dem 14. Jahrhundert hatten die nämlich Prospektoren ausgeschickt, die in allen Landen nach Mineralienvorkommen Ausschau halten sollten. Schließlich brauchte die damals bereits florierende Glas-„Industrie“ der Lagunenstadt Nachschub an verschiedensten Rohstoffen.

 

Als einer dieser Prospektoren dann bei Oberviechtach Gold entdeckte, war die goldene Zukunft der Stadtvorgezeichnet. Im Film wird eben dieser Prospektor wieder lebendig und führt zusammen mit seinem einheimischen Gehilfen durch die Historie.

Selbst auf Goldsuche gehen

Wo genau sich in der Oberviechtacher Gegend noch heute Gold finden lässt, wie es früher abgebaut wurde und welch beschwerliche Angelegenheit das war – all dies können Besucher nicht nur im Film ansehen. Auf den historischen Spuren der Goldsucher bewegt sich beispielsweise eine Führung, bei der es „live vor Ort“ nicht nur jede Menge Infos gibt. Gäste können das Goldwaschen dabei sogar selbst ausprobieren. Bei der geführten Wanderung durch die historischen Goldabbaugebiete in der Langau bei Oberviechtach sehen Besucher die Schürfgruben und Abraumhalden des ehemaligen Goldabbaus.


Draußen und im Museum
Die rund zwei Kilometer lange Wanderung (nicht kinderwagengeeignet) führt auch zu den goldführenden Bächen, an denen die Teilnehmer unter fachkundiger Anleitung des Gästeführers selbst ihr Glück beim Goldwaschen versuchen können und viel Wissenswertes erfahren. Bei einem Goldvorkommen von ca. 7 Gramm pro Tonne Abraum ist es durchaus möglich, dass der eine oder andere ein „Flinserl” Gold in seiner Waschpfanne findet. Ausgangspunkt für die Wanderungen durch die ehemaligen Goldabbaugebiete und zu den goldführenden Bächen ist die Info-Stelle „Gold-Lehrpfad” am „Gütting” südöstlich von Unterlangau (ca. 8 Kilometer von Oberviechtach entfernt).

Mit Schautafeln wird hier die Geschichte des Goldabbaus eindrucksvoll dargestellt. Das Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum in der Oberviechtacher Marktmühle bietet darüber hinaus beste Voraussetzungen, um (nicht nur) Kindern und Jugendlichen eine authentische Begegnung mit dem Thema Gold zu ermöglichen. Anschauliche Modelle der zum Goldwaschen benutzten Gerätschaften, die Nachbildung eines „Goldstollens” und eines Pochwerks regen neben dem Goldwaschen zu einer intensiven Auseinandersetzung mit diesem Thema an.

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Gold-Lehrpfad

Der Gold-Lehrpfad führt entlang der noch reichlich vorhandenen historischen Bergbauspuren wie Halden, Seifenhügel und Pingen des mittelalterlichen Goldabbaus. Drei verschiedene Wanderrouten laden hier dazu ein, der Gold-Historie nachzuspüren und die wunderbare Natur der östlichen
Oberpfalz zu erleben: der Gütting-Rundwanderweg, der Falzbachweg und der  Stangenbergweg.

Der faszinierende „Gütting-Rundwanderweg" (3,3 Kilometer) führt vorbei am sagenumwobenen Güttingloch mit Golderzzone zur Murach und zu den goldführenden Bächen "Tannerlbach", „Braunbeergraben" und „Forellenbach". Die zahlreichen Schürfgruben und Abraumhalden sind Zeugnisse aus längst vergangener Goldgräberzeit. Ein kurzer Abstecher zum „Greiner-Weiher" mit Resten der ehemalgien Schleife und herrlicher Naturidylle lohnt sich.

Falzbachweg mit Totenbrettern
Wunderbare Fernblicke bietet die Route auf dem Falzbachweg mit einfacher Wegstrecke von ca. 3,9 Kilometer und führt in nördliche Richtung auf dem ehemaligen "Langauer Kirchsteig". Am Wegesrand befinden sich einige Marterln. Die Seifenhügel am Falzbach stellen eindrucksvoll dar, welche Tonnen von Material von den Goldschürfern auf der Suche nach dem Edelmetall bewegt wurden. Nach nur 200 Metern erreicht man eine sehenswerte Totenbrettergruppe. Der Weg richtet sich vornehmlich an Wanderer, die gerne den Spuren vergangener Zeit folgen und ein Naturerlebnis genießen möchten.

Der Stangenbergweg verläuft auf einer Länge von 2,9 km durch herrlichen Mischwald und führt über den höchstgelegenen Punkt im Stadtgebiet von Oberviechtach (750 m ÜNN) an der Silbergrube vorbei zum ehemaligen Hofgut am Stangenberg.

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Termine und Infos

Öffentliche Führungen gibt es heuer noch am Donnerstag, 10. August, am Donnerstag, 24. August, sowie am Donnerstag, 31. August. Die Führung kostet für Erwachsene 4 €, für Kinder ab 4 Jahren 2 €; Gruppen zahlen 25 € (bis 15 Pers., jede weitere 2 €) Gummistiefel oder festes Schuhwerk sind für die Tour auf jeden Fall erforderlich.

Anmelden können sich Interessierte bei der Tourist-Information Oberviechtach, Nabburger Straße 2, 92526 Oberviechtach, Telefon: 0049 (0)9671 30716, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Gruppenführungen ab 8 Personen sind von April bis Oktober gerne zum Wunschtermin nach Vereinbarung möglich. Ein eigens erstelltes Programm mit dem Erhalt eines "Goldwäscherdiploms" für Schulklassen, Jugendgruppen, Familien, Kindergeburtstage etc. kann mit der Tourist-Info Oberviechtach abgestimmt und geplant werden.

 

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