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Vorsitzendenwechsel beim Förderverein des Zentrums für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN)

Vorsitzendenwechsel beim Förderverein des Zentrums für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN)

4 Minuten Lesezeit (808 Worte)

Bei der Mitgliederversammlung im Fürstensaal des Klosters übergab Vorsitzender Markus Dollacker sein Amt an Richard Gaßner, trat selbst ins zweite Glied. Rückblickend bekannte Dollacker, „dass das vergangene wohl das bisher schwierigste Jahr war“.

Notwendige Änderungen der Strukturen konnten nicht durchgeführt werden, „nicht alles konnte so umgesetzt werden wie geplant“. Durch krankheitsbedingte Ausfälle seien Zeitnot und Wissensverlust entstanden, die zu kompensieren nicht immer gelang.

Auch die überraschende Kündigung von Klimaschutzkoordinatorin Katharina List habe zu einem Schock geführt, „aber du bleibst uns ja als Mitglied erhalten“. So sehe er zwar die Schwierigkeiten mit der Entwicklung der Struktur im ZEN, könne aber auch feststellen: „Die Projekte wurden trotz allem großartig umgesetzt“. So habe Klimaschutzkoordinatorin Katharina List Projekte zu Energieseinsparung und Klimaschutz intensiv bearbeitet, Ausstellungen organisiert und Projekte mit der AG Schule durchgeführt. Damit seien Wissen vermittelt und Interesse für erneuerbare Energien und effizientere Nutzung geweckt worden.  Ein weiteres Betätigungsfeld sei der Stromsparcheck und Energiesparcheck, „durch welche die Energie intelligent gespart und die Haushaltskassen entlastet werden“.

Um Nachhaltigkeit, führte Dollacker weiter aus, gehe es beim Projekt Repair-Café, in dem versucht werde, kaputte oder nicht mehr gebrauchfähige Geräte oder Gebrauchsgegenstände selbst zu reparieren, um sie weiter nutzen zu können. Die Region auf dem Weg zu einer klimafreundlichen und energiebewussten Region voranzubringen, sei nur durch Unterstützer des ZEN möglich. Vor allem durch den Landkreis Amberg-Sulzbach mit Landrats Richard Reisinger und dem gesamten Kreistag, der hinter der Arbeit des ZEN stehe. Ebenso die Sparkasse Amberg-Sulzbach. Die Raiffeisenbank Unteres Vilstal, die Gemeinde Ensdorf, „und die vielen Ehrenamtlichen, die sich für die Ideen des ZEN einsetzen und natürlich auch die Mitarbeiter des ZEN, die sich im vergangenen Jahr über das Normalmaß hinaus einbrachten“.

Schatzmeister Jürgen Zach konnte einen positiven Kassenbestand des Fördervereins vorweisen, Annemarie  Dollacker legte den Kassenbericht der Geschäftsstelle dar. Auf Vorschlag von Brigitte Bachmann, die mit Sebastian Schärl die Kasse geprüft hatte, wurde einstimmig Entlastung erteilt. Bei der Neuwahl der Vorstandschaft wurde Bezirksrat Richard Gaßner als Vorsitzendem, Benjamin Standecker und Markus Dollacker als dessen Stellvertreter mit überwältigender Stimmenmehrheit das Vertrauen ausgesprochen. Zum Schriftführer wurde Josef Simon, zum Schatzmeister Wolfgang Streich gewählt. Zu Beisitzern Willi Schmid, Lorenz Hirsch, Manfred Klemm, Heinz Meinl, Florian Junkes, Norbert Peter, Dietmar Lenk und Bernd Scheller. Kassenprüfer bleiben Brigitte Bachmann und Sebastian Schärl.

Bei der Mitgliederversammlung im Fürstensaal des Klosters dankte der neu gewählte Vorsitzende des ZEN-Fördervereins Richard Gaßner für das Vertrauen und betonte „Arbeit für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit, Arbeit für das ZEN gibt es genügend“. Für ihn heiße es nun Bestandsaufnahme zu machen nach innen um gemeinsam mit den Mitarbeitern Ziele für 2017 zu formulieren Satzungsänderungen zu Ende zu bringen, Verwaltungsabläufe anzuschauen. Nach Außen aber das Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit noch mehr zu einem Zentrum zu machen, eine engere Zusammenarbeit mit allen einschlägigen Gruppierungen aber auch Kindergärten, Schulen, Gemeinden, Land- und Forstwirtschaft zu suchen.

Bild: Der neu gewählte Vorsitzende des ZEN-Fördervereins Richard Gaßner legte seine Vorstellung für dar und betonte Arbeit für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit, Arbeit für das ZEN gibt es genügend“.

Wie schon angedacht solle ein Beirat installiert werden, der im erweiterten Vorstand nicht nur Sitz- sondern auch Stimmrecht habe. Jeder, so Gaßner, sei eingeladen im ehrenamtlichen Bereich mitzuarbeiten – „gehen wir mit Elan, Kompetenz und Zuversicht an diese Aufgabe ran“. Ab 01. April wird Klimakoordinatorin Katharina List bei C.A.R.M.E.N (Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk) in Straubing neue Aufgaben übernehmen. In einem durch PowerPoint gestützten Vortrag zeigte sie, bei der Mitgliederversammlung, die Umsetzung des Integrierten Klimaschutzkonzepts (IKSK) auf. Ziel sei die Energetische Vorreiter-Region Amberg-Sulzbach , und dies heiße vor allem, „Das Bewusstsein schärfen!“. Dabei seien in den vergangenen beiden Jahren bei der Photovoltaik-Eigenverbrauchsinitiative 90 Anlagen mit durchschnittlich 6,5 kWp installiert worden. Sie erinnerte weiter an die Info-Tour AS, bei der das Klimashutz-Dreigespann List, Clarke und Schwaiger bei Veranstaltungen 150 Personen erreicht habe.

Bei den Ensdorfer Klimwochen hätten zwei Ausstellungen, drei Vorträge, eine Exkursion uns als neues Veranstaltungsformat das „Klimadinner“ stattgefunden. Etwa 200 Erwachsene und rund 200 Schüler habe man mit dem Film „Power to Change“ im Lu-Li-Kino in Sulzbach-Rosenberg erreicht. Katharina List verwies weiter auf das neue ZENergie-Magazin, die neue Homepage und gab sich überzeugt „das Thema Elektromobilität und damit auch das Thema Stromtankstellen muss verstärkt angegangen werden“. Kurz ging sie mit Zahlen und Daten auch Stromspatcheck und Energieberatungen, weiter auf die Energieschule Amberg-Sulzbach „von denen zwei Schulen ausgezeichnet und 15 weitere auf dem Weg zur Auszeichnung sind“.

Bild: Katharina List, Klimaschutzkoordinatorin des Landkreises Amberg-Sulzbach, Heinz-Ulrich Schmidt, stellvertretender Vorsitzende der Umweltinitiative Sulzbach-Rosenberg, Dieter Hierstetter (von links), Betreiber des Lu-Li Kinocenters in Sulzbach-Rosenberg, laden zum Film „Power to Change“ ein.

Sie beleuchtete das von Europäischen Union geförderte Erasmus-Projekt „Integration Through Substainable Lifestyle“ und ging auf die Kernthemen der Nachhaltigkeitskonferenz „Energie einsparen, Energiereffizienz steigern, erneuerbare Energien ausbauen bis zu 100 Prozent“: Das alles aber funktioniere nur, gab Katharina List sich überzeugt, wenn alle gemeinsam anpacken“.

Bild: Katharina List stellte bei der Nachhaltigkeitskonferenz die Arbeitsergebnisse ihrer Gruppe „Klimawandel und zukunftsfähige Energien“ vor.

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