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10.000-Baume-fur-den-Wald-der-Zukunft Bei einer Ortsbegehung im Waldstück nahe der Industriestraße machte sich Bürgermeister Thomas Falter (links) selbst ein Bild vom Stand des Waldumbaus. Seitens der Gemeinde sind stellvertretender Bauhofleiter Johann Strasser (Mitte) und Armin Kellermann aus dem Rathaus (rechts) für die Koordination der Maßnahmen zuständig. Foto: Michael Weiß/VG Wackersdorf

Wackersdorf baut an zukunftsfähigem Wald

2 Minuten Lesezeit (304 Worte)
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Wackersdorf. Die Gemeinde Wackersdorf investiert seit Jahren in den nachhaltigen und zukunftsfähigen Wald in der Region. Alleine seit 2018 wurden nahe der Industriestraße und am Edelmannsee knapp 10.000 Bäume durch die Kommune gepflanzt.



„Wir bauen hier einen klimaneutralen und robusten Mischwald", erklärt Armin Kellermann aus dem Wackersdorfer Rathaus inmitten einer großen Fläche mit kleinen jungen Bäumen. Douglasie, Esskastanie, Weißtanne, Bergahorn, Hainbuche, Roteiche und Erle sollen unsere Wälder nicht nur für neue klimatische Bedingungen stärken, sondern auch auf alte Probleme reagieren. Denn die Wiederaufforstungen wurden ursprünglich durch den Borkenkäfer notwendig. 

„Was wir hier sehen, ist ein systematischer Waldumbau – und nicht nur eine einfache Aufforstung", deutet der stellvertretende Leiter des Bauhofs auf ein paar verbliebene Fichten- und Kiefernbestände inmitten der Jungpflanzen. Der gesunde Alt-Bestand stärke den Mischwald weiter, die vergleichsweise großen Distanzen der alten Nadelhölzer machten es dem Borkenkäfer schwerer, in großen Mengen an seine Leibspeisen zu gelangen.

 Je nach Boden- und Lichtverhältnissen sind die jungen Setzlinge im Wachstum fortgeschritten. Alle sind gut sichtbar mit Markierungsstäben gekennzeichnet. „Während des Wachstums befreien wir die kleinen Bäume insgesamt zweimal vom umliegenden Bewuchs. Danke der Markierungsstäbe sehen wir besser, wo wir mähen können und wo nicht", fügt Kellermann hinzu. Die neuen Waldbestände werden aktuell noch durch Zäune vor Wildverbiss geschützt. Als zentrale Grundlage für den Waldumbau in Wackersdorf dient ein sogenanntes Forstbetriebswerk, in dem Ziele und Maßnahmen auf Basis des bayerischen Waldgesetzes definiert sind. Das Forstbetriebswerk gilt für die gesamten 246,26 ha Gemeindewald.

Das vor der Aufforstung geschlagene Totholz wird übrigens vollumfänglich verwertet. Ein Teil wurde an Bürgerinnen und Bürger verkauft, das Gipfelholz gehackt und im Biomasseheizwerk am Wasserturm verwertet. Der ursprüngliche Baumbestand stammt aus den 1960er und 1970er Jahren. Im Rahmen umfassender Rekultivierungsarbeiten zum Ende des Braunkohletagebaus forstete die BBI weitläufige Flächen in der Region auf. Mitte der 90er übernahm die Gemeinde Wackersdorf einen Großteil dieser Wälder.

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