Wallfahrt zum Habsberg mit Spende

Am vergangenen Samstag pilgerte die katholische Pfarrgemeinde zum 313. Mal zum rund 30 Kilometer entfernten Habsberg. „Geleite sie auf ihrem Weg, schütze sie vor Gefahr, behüte sie vor jedem Unfall und lasse sie heil zurückkehren“ bat vorher Pfarrer Gottfried Schubach in der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt.“

Nach einem gemeinsamen Vater unser und Ave Maria erteilte er den Reisesegen. Nach dem gemeinsamen Lied „Wir ziehen zur Mutter der Gnaden, zu ihrem heiligen Bild“ formierten sich die 110 Wallfahrer auf dem Marktplatz, um bei sommerlichen Temperaturen zur Wallfahrtskirche „Maria Heil der Kranken“ auf dem Habsberg aufzubrechen.

Als Vorbeter waren Roswitha Mehl und Andreas Fischer im Einsatz. Das sechs Kilogramm schwere Wallfahrtskreuz wurde nach Habsberg, wo man gegen 16.30 Uhr ankam, von Andreas Fischer getragen, auf dem Rückweg übernahm Sebastian Zapf diese Arbeit. Den Lautsprecher trug Klaus Jaintzyk. Nach der Ankunft verweilten die Gläubigen bei einer Andacht in der Gnadenkapelle. Das Wallfahrtsamt, dem sich eine Lichterprozession anschloss, wurde mit Pfarrer Dr. Elmar Spöttle gefeiert und die Blaskapelle Rieden musikalisch umrahmt. „Es ist immer wieder ein herrliches Erlebnis den anstrengenden Weg auf den Habsberg geschafft zu haben und hier die Gemeinschaft der Riedener Wallfahrer zu erleben“, sind die Wallfahrtsleiter Josef Weinfurtner und Xaver Riepl überzeugt. Die Wallfahrtskirche sei mit mehreren hundert Gläubigen bis auf den letzten Platz gefüllt gewesen.

Am Sonntag-Morgen pilgerten, nach der morgendlichen Verabschiedung, knapp 50  Pfarrangehörige zurück nach Rieden, wo sie gegen 16.30 Uhr wieder glücklich, aber doch ein bisschen müde, von den Angehörigen empfangen wurden. Mit  87 Jahren war Konrad Ibler, der zum 62. Mal teilnahm, ältester Teilnehmer dieser Wallfahrt. Die neunjährigen Jakob Breitkopf und Maximilian Graf waren als jüngste Pilger mit dabei. Da keine Gaststätten mehr auf der Strecke vorhanden sind, übernahm die Feuerwehr Rieden die Essens- und Getränkeversorgung.

Seit mehr als 300 Jahren pilgert die katholische Pfarrgemeinde zur Wallfahrtskirche „Maria Heil der Kranken“ auf dem Habsberg. Da keine Gaststätten mehr auf der Strecke vorhanden sind, übernimmt seit einigen Jahren die Feuerwehr Rieden die Essens- und Getränkeversorgung vor , in einer Halle in Ransbach. Seit vier Jahren versorgen Sylvia Schaum und Georg Kotz die Wallfahrer dabei gegen einen Spendenobolus mit Kaffee und Kuchen. Im Vorjahr gaben sie die Spende an die Selbsthilfegruppe krebskranker Kinder Amberg-Sulzbach.

Biild: An Johannes Haas (von rechts nach links) überreichten für die Riedener Helfer vor Ort Sylvia Schaum und Georg Kotz aus dem Erlös des Kaffee- und Kuchenverkaufs eine Spende von 250 Euro. Pfarrgemeinderatsvorsitzender und Wallfahrtsleiter Josef Weinfurtner nannte die Spende „ein hervorragendes soziales Engagement“.

Am vergangenen Samstag, bei der 113. Habsbergwallfahrt der Riedener katholischen Pfarrei, übergaben Sylvia Schaum und Georg Kotz die Spende, welche Kotz auf 250 Euro aufgestockt hatte, an Johannes Haas für die Riedener Helfer vor Ort (HvO). In seinen Dankesworten führte Haas aus: „Alarmiert wird der HvO über Funkmeldeempfänger durch die Integrierte Leitstelle Amberg parallel zum Rettungsdienst, kommt also nie alleine“. Ihre Aufgaben seien die Leistung qualifizierter Erster Hilfe, die Lagemeldung an die Leitstelle, die Nachforderung weiterer Einsatzkräfte bei Bedarf, die Einweisung der nachfolgenden Einsatzkräfte sowie die Unterstützung des eingetroffenen Rettungsdienstes. Durch die Spende, so Johannes Haas „wird unsere Arbeit und damit qualifizierte Erster Hilfe im Notfall für unsere Mitbürger unterstützt“.