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Was wird aus dem Tennisheim?

Was wird aus dem Tennisheim?

4 Minuten Lesezeit (723 Worte)

 

Wie wird es mit der Immobilie, dem Tennisheim, und der Sportanlage in Rieden weitergehen? Diese Frage bewegte die Mitglieder der Tennissparte im Heimatverein „Unteres Vilstal“, da, so Spartenleiter Helmut Bauer, der Austritt aus dem Heimatverein und die Gründung eines eigenständigen Tennis-Clubs angedacht ist. „Der Kirwaverein hat diesen Schritt bereits vollzogen, und auch der HV-Vorsitzende Hubert Haas will nur mir einem abgespecktem Verein – heimatkundlichen Arbeitskreis, Theatergruppe Goaslandler und Böllerschützen – weitermachen“.

Klar war den anwesenden Mitgliedern, dass sich die Tennissparte schon seit Jahren vom Heimatverein weitgehend „abgenabelt“ hat. Zweiter Bürgermeister Josef Weinfurtner gab sich überzeugt, dass der Tennisclub weitergeführt werden müsse, „ob als Sparte oder selbstständig, das ist zweitrangig“. Die Frage der Liegenschaften sehe er als lösbar an. Die Information, dass Haas als Heimatverein-Vorsitzender nur bei einem HV-Abspecken weitermachen würde, sei richtig, brachte stellvertretender HV-Vorsitzender Manfred Fleischmann ein. Auch Spartenleiter Helmut Bauer will im kommenden Jahr nicht mehr für das Amt kandidieren.

Bei der Jahreshauptversammlung im Landgasthof „Zum Bärenwirt“ konnte er neben zahlreichen Mitgliedern auch den Ehrenvorsitzenden des Heimatvereins Adolf Fleischmann, TC-Ehrenvorsitzenden Heinz Müller und TC-Ehrenmitglied Werner Schmal begrüßen. Auf den Spielbetrieb aber auch auf gesellschaftliche Ereignisse aus der 160 Mitglieder, darunter 128 Aktive, zählenden Tennissparte blickte Bauer zurück. Nach Platzaufbereitung und Heimputz habe zur Saisoneröffnung traditionsgemäß ein Schleiferlturnier trotz Regen stattgefunden. „Die Einzelmeisterschaften und die Jugendmeisterschaft mussten leider wegen schlechtem Wetter, die Mixedmeisterschaft wegen zu großer Hitze abgesagt werden, bedauerte Bauer.

Die Doppel-Meisterschaft, die fiel wegen Starkregen ins Wasser, nur die Spiele der Herren konnten nachgeholt werden. Es standen die Routiniers Anton Schmal und Rudi Kiefl nach einem 7:5 und 6:1 gegen Josef Weinfurtner und Alois Hofmann als Sieger auf dem obersten Treppchen. Positiv sei zu vermelden dass die Damen 40 im Spielbetrieb seien „und die dritten ihrer Klasse wurden“. Für die Herren 50, sie wurden Meister ihrer Klasse, übergebe er heute die Urkunde an Spielleiter Anton Schmal. Natürlich habe die Sparte auch die Geselligkeit gepflegt wie etwa mit der Meisterfeier, dem Helferessen und dem traditionellen Weinfest, sich auch an örtlichen Festen und Jubiläen beteiligt. Nicht vergessen wolle der die Mittwochsdoppel mit anschließender Brotzeit. Sein Dank gelte, so Bauer abschließend, allen Aktiven, Vorstandsmitgliedern sowie Helferinnen und Helfern. Insbesondere aber der Raiffeisenbank Unteres Vilstal für die großzügige Spende, dem Heimatverein und der Marktgemeinde für die Unterstützung. Auf einen positiven Kassenstand, so Kassenwart Alois Hofmann, könne die Tennissparte bauen.

 

Auf insgesamt 27 jugendliche Mitglieder könne sich die Sparte stützen, so Jugendwartin Michaela Hetzenecker. Sie erinnerte an den kostenlosen Schnupperkurs, an dem elf Kinder und zwei Erwachsene teilnahmen, betonte „ein paar davon haben Spaß am Tennis gefunden und kommen regelmäßig zum Training“. Leider werde es immer schwieriger Kinder für Tennis zu begeistern. Im Vorjahr seien drei Jugendmannschaften im Spielbetrieb gewesen. Die Knaben 14 spielten in der Kreisklasse 1 und erreichten den 3. Platz bei sieben Mannschaften. Die Juniorinnen 18 hätten mit 10:2 Punkten in der Bezirksklasse 1, der zweithöchsten Spielklasse“, den zweiten Platz bei sieben Mannschaften erreicht, Sie seien schon jetzt mehrere Male auf dem 2. Platz gelandet. So Michaela Hetzenecker, „und können in der Bezirksklasse sehr gut mitspielen“.

Die Junioren 18, welche im vergangenen Jahr in die Bezirksklasse 1 aufstiegen, erreichten leider nur den 6. Platz von sieben Mannschaften, „wobei ein paar Spiele verletzungsbedingt aufgegeben werden mussten.“ Ihr Dank, so die Jugendwartin, gelte den Eltern „ohne sie geht es nicht, sie sind als Fahrer zu Auswärtsspielen, Betreuer oder bei der Bewirtung für Heimspiele gefordert“. Zudem, fuhr Hetzenecker fort, sei im Rahmen des Ferienprogramms ein Tennisschnuppertraining, zu dem neun Kinder kamen, angeboten worden. Der im Oktober angebotene Spiel- und Spaßtag habe den teilnehmenden Jugendlichen viel Freude bereitet. Leider könnten für diese Saison nur zwei Jugendmannschaften, Knaben 14 und Juniorinnen 18, gemeldet werden. Bei Junioren 18 stünden leider nicht mehr genügend Spieler zur Verfügung. Ab 2016 sei eine Kooperation im Jugendbereich mit den Tennis-Clubs Kümmersbruck und Paulsdorf vorgesehen, gab Michaela Hetzenecker abschließend bekannt.

 

Sie bedankte sich noch bei stellvertretendem Jugendwart Andreas Söldner, „der mich tatkräftig unterstützt“. Die Berichte zeigten sportlichen Einsatz und hervorragende Jugendarbeit, lobte zweiter Bürgermeister Josef Weinfurtner, betonte „Tennis muss Spaß machen.“ Dies gelte auch für die Jugendarbeit welche die Marktgemeinde gerne unterstütze. Er freue sich, so abschließend der stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins Manfred Fleischmann, zur Unterstützung der Jugendarbeit der Sparte im Auftrag des Heimatvereins einen finanziellen Zuschuss in Höhe von 250 Euro überreichen zu können.

 

 

 

 

 

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