Werner Scharl als SPD-Fraktionsvorsitzender verabschiedet

Nach acht Jahren übergibt Werner Scharl die Führung der SPD-Gemeinderatsfraktion in Ensdorf an Gemeinderat Herbert Scharl. „Du hast gute Arbeit gemacht,“ lobte der langjährige Gemeinderat Augustin Berschneider. Werner Scharl habe durch zähes Ringen die breite Mehrheit im Gemeinderat von der Notwendigkeit einer Kinderkrippe in Ensdorf überzeugen können. „Dein Beharrungsvermögen und deine guten Argumente haben letztendlich den Sinneswandel im Gemeinderat bewirkt“. Für seinen achtjährigen engagierten Einsatz dankte Vorsitzender Johann Ram mit einem Präsent Werner Scharl.

„Unser 40-jähriges Jubiläum am 1. Mai war eine hervorragende Teamarbeit,“ betonte weiter Hans Ram bei der Mitgliederversammlung des SPD-Oersvereins im Gasthaus Dietz. Stolz sei er auch darauf, dass alle örtlichen Vereine mit Fahnenabordnungen vom Gedenkgottesdienst zum Festplatz gezogen seien. Zum Unfall bei einer Übungsfahrt der Ensdorfer Jugendfeuerwehr müsse er, da seit 1984 In Deutschland die Pflicht zum Anlegen eines Sicherheitsgurt besteht, die Frage in den Raum stellen „Sollten wir nicht gemeinsam mit den Kommandanten unserer drei Feuerwehren überlegen in welchen Fahrzeugen nicht vorhandene Gurte nachgerüstet werden können?“. Jede Chance müsse nach seiner Meinung genutzt werden, um die Sicherheit unserer Feuerwehrjugend und deren Übungsleiter zu erhöhen. Bereits ein Jahr nach Einführung der Gurtpflicht, führte Ram aus, habe sich die Zahl der Todesopfer im Verkehr bei 30 Millionen Fahrzeugen um 20 Prozent auf etwa 8000 reduzierte. 2015 habe es bei mittlerweile fast 60 Millionen Fahrzeugen 3500 Verkehrstote gegeben „und auch das waren immer noch viel zu viele“.

Über die Möglichkeiten des Kommunalen Verkehrswegebaus sprach anschließend Neukirchens Bürgermeister Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion Winfried Franz und stellte Programme der Dorferneuerung vor. Auf die Frage von Fraktionsvorsitzender Herbert Scharl, mit welchem Fördertopf in Ensdorf der Gehweg zum Sportheim endlich Wirklichkeit werden könnte, zeigte Winfried Franz die Wege  auf, die in anderen Teilen des Landkreises beschritten wurden, um Gemeindeverbindungsstraßen erneuern zu können. Dabei verwies er besonders auf das Konzept der AOVE, welche ein interkommunales ländliches Kernwegenetz erstellen lässt. Dieses Wegenetz solle diejenigen Strecken in einer Gemeinde beziehungsweise im Projektraum erfassen, die künftig den meist überbetrieblichen und überörtlichen land- und fortwirtschaftlichen Lastverkehr aufnähmen und zu diesem Zweck ausgebaut werden müssen. Als Delegierter zur Bundeswahlkreiskonferenz wurde anschließend Hans Ram, zum Ersatzdelegierten Herbert Scharl gewählt. Anschließend gingen die meisten Versammlungsteilnehmer zum Johannisfeuer der Pfadfinder, sahen dort auch  auf großer Leinwand das EM-Spiel Deutschland gegen Italien.