Wie das Alter die Sinne beeinflusst

„Im Alter, ja schon ab 25 Jahren, verändern sich die Sinne des Menschen, lassen nach“, so führten Inge Roidl und Petra Schimmelpfennig im Rahmen der Senioren-Aktiv-Wochen in einen besonderen Nachmittag ein. Ins alte, nun neu renovierte Musikhaus des Klosters hatten die beiden zum „Erfahrungsfeld der Sinne“ eingeladen, einer Aktion des Gesundheitsamts Amberg-Sulzbach für die sich beide ehrenamtlich engagieren.

Sehen, Hören, Gleichgewicht, Fühlen, Schmecken und Riechen seien die Sinne der Menschen. Die Funktion dieser Sinne wieder bewusst erfahrbar machen, diese Möglichkeit biete die Aktion. Verschiedenen Stationen laden dabei jetzt zu einem Erkundungsgang durch die Welt der Sinne ein. Ein wesentlicher Aspekt in der Arbeit mit Senioren seien Reize zu setzten, „denn im Alter verändern sich fast alle Sinne und haben die Tendenz zu verkümmern, wenn sie nicht regelmäßig Reize und Informationen erhalten, die das Gehirn verarbeiten darf.“

Bei Übungen auf den verschiedenen Stationen im Erfahrungsfeld der Sinne erfuhren Seniorinnen, Männer waren leider nicht gekommen, dass diese Sinne, die sie oft als schlechter geworden wahrnehmen noch hervorragend funktionieren. Es kostete zwar etwas Überwindung, etwas zu fühlen ohne es zu sehen., denn „was sehen unsere Hände?“. Da wird durch Schütteln oder Knacken auch der Hörsinn aktiviert. An welche Gefühle aber erinnert sich unsere Nase oder wie fühlt sich ein Ton an, waren weitere Stationen im Erfahrungsfeld der Sinne. Dass optische Täuschungen die Augen in die Irre führen können, demonstrierte Inge Roidl und zeigte mit Bällen auf, „dass Hände und Gehirn eng zusammenarbeiten, zusammen hängen“. Sie gab ebenso wie Petra Schimmelpfennig den Seniorinnen Tipps für den Alltag mit auf den Weg, wie etwa mit einfachen Übungen den Gleichgewichtssinn zu trainieren „und auf jeden Fall viel Wasser verteilt über den ganzen Tag zu trinken“.