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Update: Autobahn-Unfall - alle beiden Polizeibeamten verstorben

2 Minuten Lesezeit (380 Worte)

Amberg. Der tragischer Unfall vom Dienstagabend (08.12.2020) auf Höhe Amberg-Ost auf der A6 hat nun ein zweites Todesopfer gefordert. Zwei Polizeibeamte waren nach einer Unfallaufnahme von einem Auto erfasst worden. Dabei wurden zwei Beamte schwer verletzt. Am Mittwoch erlag der 33-jährige Beamte seinen Verletzungen, am Freitagnachmittag verstarb auch sein Kollege (50).


Wie berichtet, ereignete sich am Dienstag, 8. Dezember 2020, gegen 16.30 Uhr, auf der Autobahn A6, Fahrtrichtung Nürnberg, wenige hundert Meter nach der Anschlussstelle Amberg-Ost, ein Verkehrsunfall. Eine Streife der Verkehrspolizeiinspektion Amberg wurde mit der länger andauernden Aufnahme des Unfalls, an dem zwei LKW und ein Auto beteiligt waren, beauftragt. 

Nachdem der Unfall von den Beamten soweit aufgenommen war, kam es zu einem Folgeunfall. Ein 34-jähriger Autofahrer, der aus bislang ungeklärter Ursache mit seinem Opel Astra ins Schleudern geriet, erfasste einen 33-jährigen Polizeibeamten und seinen Kollegen (50), so dass beide schwerverletzt in ein Krankenhaus gebracht werden mussten. Dort verstarb der jüngere Beamte am Mittwochabend, sein Kollege am Freitagnachmittag.


Die Verkehrspolizeiinspektion Regensburg führt in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Amberg die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung.

Vertreter der Polizeiseelsorge sowie des Kriseninterventionsteams waren noch in der Nacht zur Betreuung der beteiligten Kollegen, Angehörigen und auch des 34 Jahre alten Opelfahrers verständigt worden. Den jetzigen Erkenntnissen zufolge soll der Pkw-Fahrer einem Lkw-Fahrer an der Unfallörtlichkeit ausgewichen sein, woraufhin das Fahrzeug ins Schleudern geriet. Der Lkw-Fahrer, der zunächst nichts bemerkt hatte, fuhr die Autobahn in Fahrtrichtung Nürnberg weiter und konnte durch Polizeibeamte auf Höhe Alfeld angehalten werden. Der bei dem Unfall entstandene Gesamtsachschaden wird auf etwa 16.000 Euro beziffert. 

Mit Hilfe von zahlreichen Einsatzkräften mehrerer Feuerwehren, eines Rettungshubschraubers, der Rettungskräfte und Notärzte sowie des THW, konnten die rettenden Maßnahmen sowie die polizeiliche Aufnahme vor Ort erfolgen. Mit der Unfallaufnahme wurden Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Regensburg beauftragt. Die Staatsanwaltschaft Amberg wurde in die Ermittlungen des Unfalls miteinbezogen, ein Vertreter befand sich vor Ort. Unter anderem wurde ein Gutachten angefordert. 

Wie es zu dem Unglücksgeschehen kam, ist momentan Gegenstand der Ermittlungen. Die Verkehrspolizeiinspektion Regensburg sucht Zeugen, die gegen 18:30 Uhr auf der BAB A6, Fahrtrichtung Nürnberg, nahe der Anschlussstelle Amberg-Ost, Wahrnehmungen gemacht haben, die mit dem Unfall in Bezug stehen könnten. Jegliche Hinweise, beispielsweise auch, ob anfahrende Lkws an der Unfallörtlichkeit bemerkt wurden, sind für die Polizei wichtig. Sachdienliche Angaben werden unter der Telefonnummer 0941/506-2921 entgegengenommen.

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