Bemo mit sattem Überschuss

Die Bürgerenergiegenossenschaft Mittlere Oberpfalz (bemo) eG hat ein sehr erfolgreiches Jahr 2016 hinter sich. Um dies auch öffentlich bekannt zu machen, luden Vorstandsvorsitzender Bürgermeister Armin Schärtl und Aufsichtsratsvorsitzender stellv. Landrat Arnold Kimmerl zusammen mit ihren Stellvertretern Ernst Georg Bräutigam der für den Bereich Technik die Verantwortung trägt, und Bernhard Werner von der Raiffeisenbank im Naabtal eG nach Nabburg zum Pressegespräch.

Die bemo ist eine Bürgergenossenschaft, die sich zum Ziel gesetzt hat, den Anteil regenerativer Energien an der Energieversorgung im Landkreis Schwandorf zu erhöhen.
Grundidee ist es dabei, die Wertschöpfung im Landkreis zu belassen und selbst von den garantierten Vergütungen, die das Energieeinspeisegesetz bietet, zu profitieren. Bürgermeister Schärtel formulierte dies einleitend so:


„In Erneuerbare Energien investieren nicht nur überzeugte Klimaschützer, sondern auch viele Menschen und Unternehmen, denen es um eine zukunftsfähige Geldanlage geht. Durch regionale Energieerzeugung wird gleichzeitig auch die Wertschöpfung in der Region erhöht. Denn die Gewinne aus der Energieerzeugung kommen den Bürgern selbst zu Gute und fließen nicht an die großen Konzerne ab.“

Seit 2012 ist man so mit mittlerweile 250 Mitgliedern, darunter zahlreiche Gemeinden der Umgebung sowie die ortsansässigen Bankhäuser, und einem Stammkapital von ca. 1. Million Euro dabei, sich an verschiedenen Projekten zu beteiligen und eigene zu erstellen. Stellvertretend ist hier als Eigenprojekt die 2 Mwp Freiland PV-Anlage in Perschen zu nennen , oder auch das die bemo der größte Kommanditist der Bürgerwindkraftanlage in Penting bei Neunburg v.W. ist.

Und diese Umtriebigkeit trägt Früchte. An die 88.000 Euro konnten als Überschuss so in den letzten Geschäftsjahren seit 2014 erwirtschaftet werden. 50% davon wurden als Dividende ausgeschüttet was einer Verzinsung von 3% entspricht. In Zeiten des Zinstiefs eine recht gute Kapitalertragsleistung, so Bernhard Werner.

Doch die Geschichte der erneuerbaren Energien muss fortgeschrieben werden, auch regional. Dies geschieht nicht nur dadurch, dass die bemo inzwischen Überschüsse aus ihren PV Anlagen direkt vermarktet sondern auch das man ständig auf der Suche nach neuen Projekten ist.
Eines hat man schon gefunden, nach Beteiligungen soll nun ein eigenes Windrad her. Man steht hier kurz vor Vertragsabschluss und stockt dann erneut das Eigenkapital auf, auch ca. 60 neue Genossen konnte man dazu gewinnen, so dass im Jahr 2017 noch mit um die 300 Mitglieder zu rechnen ist. Auch Steuern zahlt die Bemo, um die 23.000 Euro in 2016 fließen hauptsächlich über die Gewerbesteuer der Stadt Nabburg zu.

Wer sich für eine Beteiligung interessiert oder ein geeignetes Investitionsprojekt hat, kann sich unter www.bemo-sad.de ausführlich über die Genossenschaft informieren und Kontakt aufnehmen.