Neuaufnahmen, Ehrungen und eine Verabschiedung bei den "Minis"

Ministranten tragen erheblich zu einem festlichen Gottesdienst bei. Am Wochenende und auch an Werktagen verrichtet die Gruppe ehrenamtlich engagierter junger Christen den liturgischen Dienst am Altar. Hochzeiten, Taufen und Beerdigungen, auch hier sind die „Minis“ zu finden.

Auch in der Pfarreiengemeinschaft Bodenwöhr-Alten- und Neuenschwand fühlen sich Kinder im Alter von neun bis zehn Jahren zu diesem besonderen Dienst berufen. Meist nach Feier der Erstkommunion steht diese Entscheidung an, die in aller Regel von den Eltern mitgetragen wird. In Ausnahmefällen kann auch schon eher mit dem Ministrantendienst begonnen werden. Es ist ein Lernprozess, der von Anfang an mit disziplinärer Haltung einhergeht. Und so verwundert es nicht, dass künftige Arbeitgeber es zu schätzen wissen, wenn in der Bewerbung um einen Ausbildungs- oder Studienplatz eine langjährige Ministrantenzeit angegeben ist. Denn mit dem Ministrantengewand streifen die Buben und Mädchen jede Menge Verantwortung über.

Fabian Schmid und Antonia Weixler (mit Urkunden) wurden für fünf Jahre Ministrantendienst geehrt. Neu aufgenommen wurden Kinga Biedron (hinten links) und Julia Wronka (hinten rechts) für den Mini-Dienst in Blechhammer; für Bodenwöhr (von links) Nicole Grimm, Samuel Probst, Hannah Ulmer und Amelie Probst. Pfarrer Johann Trescher freute sich über dieses Engagement.

Verschiedene Dienste gilt es zu übernehmen. Am Altar assistieren die Ministranten dem Pfarrer bei der Eucharistiefeier, reichen Wein und Wasser und Tuch, andere läuten mit den Schellen. Bei besonders festlichen Anlässen fungiert einer der Minis als Kreuzträger, andere sind daran gehalten, besonders sorgfältig mit dem Weihrauchfässchen umzugehen, ebenso auch beim Tragen der Kerzenleuchter. Und auch bei der Segnung mit Weihwasser sind sie an der Seite des Pfarrers. Direkten Kontakt mit den Gottesdienstbesuchern haben diejenigen, die für die Kollekte eingeteilt sind. Die Minis wechseln sich immer wieder bei den verschiedensten Diensten ab, können spontan jede Aufgabe übernehmen und gewinnen so an Sicherheit. Attraktive Freizeitangebote innerhalb der Pfarrei schweißen zusammen. Bei sportlichen Aktivitäten wie ein Fußballturnier auf Diözesanebene lernen sich die Gleichaltrigen untereinander kennen. Ministranten schauen über den berühmten Tellerrand hinaus und üben sich in Solidarität zu benachteiligten Kindern und Jugendlichen in der Welt. So unterstützen sie beispielsweise das Kinderhilfswerk „Die Sternsinger“ und im Laufe des Jahres auch weitere Hilfsprojekte mit unterschiedlichsten Aktionen.

Während der Vorabendmesse in der Kirche St. Bartholomäus in Neuenschwand wurden für die Ortsteile Alten-, Neuenschwand und Warmersdorf Mia Frenzel, Lena Haberl, Nadine Hauser und Finja Kreitner aufgenommen. Am Sonntagmorgen erfolgte die feierliche Aufnahme in der Pfarrkirche St. Barbara. Für Bodenwöhr verrichten künftig Nicole Grimm, Amelie Probst, Samuel Probst und Hannah Ulmer den Dienst am Altar. In der Marienkirche in Blechhammer verstärken Kinga Biedron und Julia Wronka das Team. Pfarrer Johann Trescher wünschte ihnen viel Freude und Eifer bei ihrem Dienst. Für fünf Jahre Dienst wurden Lukas Bindl (Altenschwand), Fabian Schmid (Bodenwöhr), sowie Antonia und Maximilian Weixler (beide Blechhammer) besonders geehrt.

Verabschiedet wurde nach zwölf Dienstjahren Maximilian Wallner (Altenschwand), der der Pfarrgemeinde als Lektor weiterhin erhalten bleibt. Allen waren der Dank und der Applaus der Kirchenbesucher gewiss. Insgesamt ist die Ministrantenschar in der Pfarreiengemeinschaft auf 52 angewachsen, im Einzelnen: in Alten- und Neuenschwand auf 25, in Bodenwöhr auf 16 und in Blechhammer auf 11.