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Stundensäule im Ortsteil Hohenwarth restauriert

Stundensäule im Ortsteil Hohenwarth restauriert

2 Minuten Lesezeit (382 Worte)

Regenstauf. Dieser Stein ist einer von dreien in der Marktgemeinde, so Fred Wiegand. Einer steht an der Staatsstraße nach Nittenau, kurz vor Heilinghausen, einer an der Straße von Kürn nach Nittenau und dieser. Auf diesen Steinen waren die Entfernungen in Stunden angegeben. Für eine Stunde rechnete man hier 3,7 km. Das ist zwar langsam, aber man muss bedenken, dass vor 180 Jahren die Straßen in einem schlechten Zustand waren und man mit Pferde-, oder Ochsengespannen unterwegs war.

Die Stundensäule aus Granit ist 1982 von dem Kirchenpfleger von Bubach a. F. Georg Pirzer gerettet worden. Diese Säule sollte bei der Flurbereinigung entsorgt werden. Er hat sie jedoch auf seinem Hof aufbewahrt. Beim Straßenbau 1995/96 wurde sie dann wieder hervorgeholt, restauriert und hier aufgestellt. Sie stand übrigens ursprünglich auf der anderen Straßenseite bei der Kreuzung. Auf der Säule sind 3 Entfernungen zu sehen.

6 Stunden nach Regensburg

4 Stunden nach Burglengenfeld

2 Stunden nach Regenstauf

Man kann es ja mal ausprobieren.

Ungewöhnlich ist es, dass auf der Säule ein gusseisernes Kreuz im Stil der Neugotik ist. Der Kreuzesstamm ist reich mit Ähren und Lilien besetzt und trägt an den Enden Engelköpfe in einem Blütenkelch. Als Fußstütze für den Gekreuzigten in Viernageltypus ist eine Inschriftentafel. Dieses Kreuz ist wohl aus der Zeit um 1900 und stammt wohl aus der Gießerei Bodenwöhr. Der Stein ist aber wesentlich älter. Von diesen Säulen stehen nicht mehr all zu viel. Deshalb ist der Organisator für diese Restaurationen in Regenstauf Fred Wiegand froh, dass die Familie Pirzer diesen Stein gerettet hat und er nicht dem Straßenbau zum Opfer fiel. Er dankte dem Markt Regenstauf für die Finanzierung, dem Steinmetz Christian Viebacher und dem Kirchenrestaurator Johann Eisenhut für die Unterstützung bei der Restaurierung.

Die Neusegnung wurde von Pfarrvikar Winfried Larisch vorgenommen. 2. Bürgermeister Hans Dechant, dankte Marktrat Fred Wiegand mit seinem Team dafür, dass sie diese Zeitzeugen der Geschichte nicht verkommen lassen, sondern immer wieder ins Bewusstsein den Menschen rücken. Wenn man die einzelnen Geschichten dazu hört, ist man immer wieder überrascht was dort eigentlich am Wegrand steht.

Knapp 200 Flur- und Kleindenkmäler gibt es in Regenstauf. Die Arbeit wird also nicht ausgehen, so Wiegand. Eines ist zurzeit schon wieder in Arbeit. 185 davon sind im Buch „Die Flur- und Kleindenkmäler von Regenstauf“ beschrieben, welches im Dr. Peter Morsbach-Verlag erschienen ist.

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