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Hirschlinger Wehr meisterte knifflige Situationen

3 Minuten Lesezeit (519 Worte)
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Regenstauf. Es war ein gutes, aber aufregendes Jahr für die Feuerwehr Hirschling, so der Vorsitzende Thomas Neumann bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hirschling im Gasthaus Hartl.
Der 1. Kommandant Emil Worzfeld berichtete von 15 Einsätzen. Es war ein Brand und 14 Mal technische Hilfe. Besonders erwähnte er den Einsatz beim großen Schneefall Anfang Februar.

Viele Bäume konnten der Schneelast nicht standhalten und fielen auf die Verbindungsstraße. Trotz schneller Beseitigung der Bäume musste sie aus Sicherheitsgründen gesperrt bleiben. Dadurch konnte größere Fahrzeuge Hirschling nicht mehr erreichen. Fast 30 Stunden fiel der Strom aus. Keine Heizung, kein Licht, kein Telefon und auch das Handy funktionierte nicht mehr. 

Im Feuerwehrhaus wurde eine Notstation eingerichtet. Hier konnten z. B. Mütter Milch oder Brei für ihre Kleinsten warm machen. Wohl dem, der noch einen Ofen hat. "Ich habe einen Ofen und auch noch alte Porzellanfilter für Kaffee, so dass ich mir frischen Kaffee brühen konnte", so Ehrenvorsitzender Fred Wiegand. Die Menschen rückten zusammen und halfen sich gegenseitig. Auch das war eine Erfahrung.
Leider waren auch zwei Einsätze dabei, bei denen Menschen ihr Leben verloren. 


Die Beteiligung an den Einsätzen war vorbildlich, so Worzfeld. Auch die Ausrückzeit von unter 5 Minuten war top.
Neben den monatlichen Ausbildungen und Übungen war eine Großübung mit Flächenbrand angesetzt. Insgesamt leistete die Wehr 570 Einsatz- und Ausbildungsstunden. 


Ansonsten zeigte sich Kommandant Worzfeld zufrieden mit der Teilnahme an den Einsätzen und den Übungen und dankte seinem Stellvertreter, den Gruppenführern und der Jugendwartin für ihre Unterstützung.
Schriftführer Heinrich Biller trug den Bericht über die letzte JHV vor und zeigte in einen Rückblick, die vielen Aktivitäten der Wehr auf. Eine vorbildliche Kassenführung konnte der Kassiererin Margit Eichinger bescheinigt werden.


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Vorsitzender Thomas Neumann blickte auf das vergangene Jahr des Feuerwehrvereins zurück. Besonders ging er auf das Hirschlinger Burschenfest ein, dass auch viele Kameraden der Feuerwehr beanspruchten. Es war ein tolles Fest, das Hirschling wieder positiv herausstellte. Er dankte noch mal allen, besonders an die vorbildliche Unterstützung während des Stromausfalls. Hier konnte man sehen, was eine kleine Wehr zu leisten vermag.

"Obwohl wir auch etliche Jugendliche in der Wehr haben, sollten Eltern ihre Kinder und Jugendlichen anhalten, bei der Feuerwehr mitzumachen. Ein Brand, ein Unfall kann jeden treffen. Jeder ist dann froh qualifizierte Hilfskräfte zu bekommen", so der Sprecher.

 
Dies sah auch 2. Bürgermeister Johann Dechant so. Er appellierte ebenfalls dafür, dass sich mehr Jugendliche Hilfsorganisationen anschließen. Der Markt werde weiterhin alles Erforderliche tun, um die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren zu erhalten und zu stärken. Er und der gesamte Marktgemeinderat stehen zu den 13 Wehren in der Marktgemeinde. 1,3 Millionen hat die Marktgemeinde im vergangen Jahr für die Wehren ausgegeben. Feuerwehrhäuser in Eitlbrunn und Schneitweg wurden gebaut und die Regenstaufer bekamen eine neue Drehleiter. 

Er bedankte sich besonders bei den vielen Helfern, die auch im abgelaufenen Jahr ehrenamtlichen Stunden für die Wehr erbracht haben. Zum Stromausfall kündigte er eine Führungsübung des Landkreises an, bei der dieses Szenario vorkommt. "Ihr seid heute auf den neuesten Stand und zukunftsfähig", so Dechant. Den für 15 Jahre Zugehörigkeit zur Wehr zu ehrenden Matthias Worzfeld gratulierte er  herzlich. Er unterstützt den Kommandanten und die Jugendwartin Kathrin Schäffler.

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